Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Wie Büroarbeit uns krank machen kann: Die 20-20-20-Regel soll helfen

25. Juli 2018 - 17:36 Uhr

Probleme beim Sehen, verspannte Schultern, steifer Nacken?

Dafür ist unser Körper nicht gemacht: stundenlanges Sitzen, dabei der Blick starr auf den Bildschirm gerichtet, Rücken und Schultern gekrümmt. Die Folgen: Seh-Schwierigkeiten, verspannte Schultern, steifer Nacken, Kopf- und Rückenschmerzen. So kann uns Büroarbeit auf Dauer krank machen! Was dagegen hilft: die doppelte "20-20-20"-Regel.

Blickmonotonie hat unangenehme Folgen

Während sich beim normalen Sehen das Lid etwas 25 Mal pro Minute auf und ab bewegt und dadurch das Auge mit schützender Tränenflüssigkeit überzieht, sind es bei der Bildschirmarbeit nur noch sieben Mal pro Minute. Die sogenannte "Blickmonotonie" hat unangenehme Folge: gerötete Augen, Brennen, Juckreiz, verschwommene Sicht. Die Augenlider fühlen sich schwach und schwer an. Ebenso schädlich: der ständige, gesenkte Blick aufs Handy. Besonders für Jugendliche, die im Durchschnitt rund vier Stunden am Tag aufs Display schauen. Wie diese Angewohnheit unserer Gesundheit schadet, erfahren Sie im Video. Mediziner raten: alle 20 Minuten für 20 Sekunden 20 Fuß in die Ferne zu gucken. Die Regel stammt aus England, wo Fuß das gängige Maß ist. 20 Fuß entsprechen in etwa sieben Metern.

Bewegungsapparat rostet ein: Chronische Krankheiten und sogar Herzinfarkt sind die Folge

Doch die Regel lässt sich nicht nur auf die Augen anwenden, sondern sollte gilt auch für das Thema Bewegung. Gerade einmal rund 700 Meter gehen Menschen, die im Büro arbeiten täglich zu Fuß. Viel zu wenig! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt 10.000 Schritte täglich, damit der Bewegungsapparat nicht "einrostet". Die Gefahr: bei zu geringer körperlicher Aktivität leidet auf Dauer der ganze Organismus. Wird unser Körper nicht ausreichend gefordert, verliert er an Leistungsfähigkeit, weil Muskeln abgebaut werden. Das wiederum beeinträchtigt die Stabilität der Gelenke, so dass das Verletzungsrisiko und die Wahrscheinlichkeit chronischer Krankheiten steigen.

Auch führt eine verkümmerte Muskulatur zu unangenehmen Rückenschmerzen. Denn die Wirbelsäule wird so nicht mehr optimal gestützt, es kommt zu Fehlhaltungen, die Schmerzen verursachen. Durch einen untrainierten Herzmuskel steigt sogar die Gefahr eines Herzinfarktes. Deswegen empfehlen Mediziner, sich im Büro gezielt mehr zu bewegen. Als Eselsbrücke dient auch hier die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten vom Bürostuhl aufstehen und für mindestens 20 Sekunden 20 Schritte zu gehen.

Auch interessant