Weihnachten weltweit: Wie feiern andere Länder Weihnachten?

5. Dezember 2016 - 16:08 Uhr

Andere Länder, andere Sitten

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Zu keiner Zeit im Jahr verbringt man so intensive Stunden mit seinen Liebsten, wie am Heiligen Abend. Doch nicht überall auf der Welt, wird das Weihnachtsfest gleich gefeiert. Manche Länder feiern den Nikolaustag, andere bekommen ihre Geschenke erst am 25. Dezember und wieder andere feiern die Bescherung nach der Silvesternacht. Wir verraten Ihnen die Geheimnisse rund um Weihnachtsbräuche weltweit.

In den Niederlanden gibt es drei Wochen früher Geschenke

Zwei Freundinnen tragen einen Weihnachtsbaum am Strand in Australien.
Ein Weihnachtsbaum am Strand? In Australien keine Seltenheit!
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Bei den Niederländern drehen sich alle Feierlichkeiten rund um den 6. Dezember - den Nikolaustag. Der niederländische Nikolaus - dort Sinterklaas genannt - geht zurück auf den griechischen Bisschof Nikolaus von Myra aus dem vierten Jahrhundert. Laut traditioneller Erzählungen lebt er während des Jahres in Spanien und reist Mitte November mit einem Schiff voller Geschenke in die Niederlande. In verschiedenen Küstenorten des Landes wird diese Geschichte nachgespielt. Auch in unserem Nachbarland stellen Kinder am 5. November ihre Schuhe vor die Zimmertür, in der Hoffnung, am nächsten Tag Geschenke in ihnen zu finden. Da der Nikolaustag der wichtigste Feiertage in den Niederlanden ist, bekommen holländische Kinder im Normalfall die Art Bescherung, die wir erst am 24. Dezember feiern.

In Italien besucht eine liebevolle alte Hexe die Kinder

Wussten Sie, dass die Italiener am Dreikönigstag - in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar - auf eine Hexe warten, um Geschenke zu bekommen? Sie kommt auf einem Besenstil und beschenkt die braven Kinder, obwohl sie dem Brauche nach ein wenig heruntergekommen wirkt. Ein bekanntes Sprüchlein sagt nämlich: "Die Befana kommt in der Nacht mit ihren kaputten Schuhen". Trotzdem lieben die Kinder ihre Befana. 
In einigen Teilen Italiens werden die Geschenke vom Christkind am Heiligabend gebracht.

Franzosen gehen am 24. Dezember mit Vorfreude schlafen

In Frankreich bringt Père Noël die Geschenke in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Er trägt sie - nicht wie bei uns in einem braunen großen Sack - sondern in einem Korb, der auf seinem Rücken liegt. Seinen Kopf wärmt eine lange rote Zipfelmütze. Père Noël kommt durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe - die Geschenke werden erst am 25. Dezember ausgepackt. Das Weihnachtsessen am Abend des 24. Dezember heißt übrigens Réveillon.

In Russland erwartet man Väterchen Frost auf seinem Schlitten

Die Russen feiern Weihnachten am 7. Januar. Nach Julianischem Kalender entspricht das dem 25. Dezember - also unserem ersten Weihnachtstag. Die Kinder bekommen laut traditionellem Brauch ihre Geschenke von Väterchen Frost. Der kommt mit seiner Enkelin, einem Schneemädchen, auf dem Schlitten und bringt die Bescherung.

In den USA geht es am 25. Dezember ans Geschenke auspacken

Bei den US-Amerikanern kommt Santa Claus mit seinem Schlitten und rutscht jeden einzelnen Kamin hinunter, um seine Geschenke abzuliefern. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember hat er also ganz schön viel zu tun, bevor die Familien am Morgen des 25. ihre Geschenke auspacken dürfen. Doch damit seine Arbeit auch belohnt wird, hängen die Kinder lange Socken an den Kamin, die mit Gaben gefüllt sind. Außerdem werden ihm traditionell eine Tasse warme Milch und Kekse bereitgestellt.

In Australien kommt der Weihnachtsmann auf dem Surfbrett

Weil Weihnachten in Australien auf die Sommerzeit fällt, verläuft das Fest dort ein wenig anders. Das Weihnachtsessen wird nicht selten am Strand gegrillt und der Weihnachtsmann auf dem knallbunten Surfbrett ist auch nicht Ungewöhnliches. Da steht bei strahlendem Sonnenschein gerne mal ein Weihnachtsbaum im Einkaufscenter. Verkehrte Welt.