Wasser ist auch für Haustiere lebensnotwendig

Auf die richtige Trinkmenge kommt's an: So viel Wasser braucht Ihr Haustier

Die Faustregel: Je größer der Hund, desto mehr Wasser braucht er
Die Faustregel: Je größer der Hund, desto mehr Wasser braucht er
© alexei_tm (alexei_tm (Photographer) - [None], Alexei Maximenko

08. Oktober 2021 - 12:10 Uhr

Viele Tierhalter fragen sich: Wie viel sollte mein Haustier trinken?

Gerade wenn ein Tier krank ist oder bei extremen Temperaturschwankungen sorgen sich viele Tierhalter: Trinkt mein Tier auch genug? Wir zeigen Ihnen, wie viel Hunde, Katzen und Vögel idealerweise trinken sollten und wie Sie die Trinkmenge am besten bestimmen.

Auch für Haustiere gibt es Trinkempfehlungen

Eine junge Katze trinkt Wasser aus einer Schüssel
Katzen sollten lieber Wasser trinken als Kuhmilch
© umit yasar akkaya (umit yasar akkaya (Photographer) - [None], byakkaya

Wie für uns Menschen, die zwei bis drei Liter am Tag an Flüssigkeit zu sich nehmen sollen, gibt es auch Trinkempfehlungen für die beliebtesten Haustiere der Deutschen – laut Statista.com übrigens Katzen, dicht gefolgt von Hunden.

So gilt zum Beispiel für ausgewachsene Hunde und Katzen die Faustregel 60 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht – das ist natürlich ein Durchschnittswert. Für einen Hund von 15 Kilo sind das 900 ml Flüssigkeit, ein ausgewachsener Golden Retriever braucht zum Beispiel 1,8 Liter Wasser am Tag.

Durchschnittswerte täglicher Wasserbedarf Haustiere:

  • Hund: 60 ml pro Kilo Körpergewicht
  • Katze: 60 ml pro Kilo Körpergewicht
  • Zwergkaninchen: 50 bis 100 ml pro Kilo Körpergewicht
  • Meerschweinchen: 10 ml pro Kilo Körpergewicht
  • Zwerghamster: 2-10 ml pro Tag – als ehemalige Wüstentiere trinken sie sehr wenig
  • Ziervögel: 4-5 ml pro Tag

Leitungswasser ist übrigens für alle Tierarten völlig ausreichend. Die Trinkmenge nehmen die Tiere nicht auf einmal auf, sondern über den Tag verteilt in vielen kleinen Einzelportionen. Beachten Sie: Wenn Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze ausschließlich Nassfutter geben, reduziert sich die Trinkmenge auf etwa die Hälfte. Je mehr wasserhaltiges Frischfutter die Tiere bekommen (Salat, Gurke, Paprika, Löwenzahn), desto weniger müssen die Tiere aus dem Napf trinken. Bieten Sie trotzdem immer genug Wasser an.

Der Trinknapf sollte immer zugänglich sein. Bei Kleintieren darauf achten, dass der Wasserbehälter stabil steht und nicht auskippen kann. Und dass die Tiere ihn nicht voll Streu schütten können. Wichtig ist, dass Wasser möglichst täglich zu erneuern und Trinknapf oder Flasche regelmäßig gründlich zu reinigen, damit sich kein Bakterienfilm bilden kann. Sind Herrchen oder Frauchen mal über Nacht nicht da, können Wasserspender für Kleintiere helfen, auch eine größere Menge Wasser sauber zu halten.

Schwangere oder säugende Tiere brauchen übrigens deutlich mehr Wasser. Bei Hitze oder starker körperlicher Betätigung steigt der Wasserbedarf ebenfalls.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Auch unterwegs ans Trinken für den Hund denken

Denken Sie daran, dass Hunde auch unterwegs trinken möchten. In der Stadt findet man oft Hunde-Trinknäpfe in Restaurants oder Cafés. Beim Spaziergang in der Natur sollten Sie stets ausreichend Wasser dabei haben, gerade weil der Hund sich draußen ja mehr bewegt als drinnen. Viele Hundebesitzer schwören auf Hunde-Trinkflaschen mit "Napfdeckel"*.

Wenn Ihr Hund zu viel oder zu wenig trinkt, kann das gefährlich sein

Wenn Ihr Tier plötzlich viel mehr trinkt als sonst, kann das auf Krankheiten hindeuten. Trinkt Ihr Tier mal weniger, sollten Sie das ebenfalls beobachten. Zeichen von Dehydration bei Tieren sind zum Beispiel Kurzatmigkeit, trockenes Zahnfleisch, Antriebslosigkeit. Auch die Haut kann Aufschluss geben. Ziehen Sie das Fell an einer Stelle, die für das Tier nicht unangenehm ist, kurz Hoch. Geht die Haut sofort in ihre Ausgangsposition zurück, hat das Tier wahrscheinlich genug getrunken.

Hunde können aber auch zu viel trinken, auch unfreiwillig, wenn sie etwa beim Planschen immer wieder Wasser ins Maul bekommen. Zu viel Wasser kann zu einer Wasservergiftung, einer Hyperhydration führen, die lebensgefährlich sein kann.

LESE-TIPP: Martin Rütter erklärt, wann Sie mit Ihrem Hund sofort zum Arzt müssen

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.