Vergiftung durch Grünen Knollenblätterpilz: Vater und Kinder kämpfen ums Überleben
Weil sie versehentlich den giftigen Grünen Knollenblätterpilz gegessen hatten, kämpfen Ärzte in zwei Frankfurter Krankenhäusern um das Leben dreier Kinder und eines Familienvaters. Das sagte ein Sprecher des Frankfurter Gesundheitsamtes. Die Familie stammt aus Syrien und hat den Pilz vermutlich selbst gesammelt und gegessen, ohne irgendeine Gefahr zu ahnen.
Das Gift Amanitin kann schon in geringen Mengen tödlich sein
Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Das stark wirkende Gift Amanitin kann schon in geringen Mengen tödlich sein. Besonders tückisch: Es wirkt erst mehrere Stunden nach dem Essen, wenn es sich im ganzen Körper verteilt hat. Das Gift schädigt vor allem die Leber. Wenn man den Verzehr überlebe, sei eine Lebertransplantation nicht ausgeschlossen, sagte der Sprecher. Er rät: "Finger weg von Pilzen, wenn man sie nicht eindeutig bestimmen kann."
Die Stelle, an der die Familie im Stadtteil Fechenheim den Pilz gefunden habe, sei kontrolliert worden. Es sei dort kein weiterer Grüner Knollenblätterpilz entdeckt worden. Mehr als hundert Syrer haben in den letzten Jahren den hochgiftigen Pilz gegessen. Er sieht einem genießbaren aus ihrer Heimat zum Verwechseln ähnlich. Die Behörden haben nun mehrsprachige Plakate drucken lassen, um vor dem Pilz zu warnen.
Wie es der Familie inzwischen geht, erfahren Sie im Video.





























