Mary Cain wirft Trainer und Sportartikelhersteller psychischen Missbrauch vor

Frühere Wunderläuferin will Nike auf 20 Millionen Dollar verklagen

Mary Cain
Mary Cain
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13. Oktober 2021 - 8:45 Uhr

20 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert

Ein schlimmer Vorwurf und eine riesige Summe stehen im Raum. Die ehemalige US-Wunderläuferin Mary Cain will den Sportartikelhersteller Nike und ihren ehemaligen Trainer auf 20 Millionen Dollar Schadensersatz verklagen.

Jahrelanger psychischer und emotionaler Missbrauch

Das ehemalige Aushängeschild der US-Leichtathletik, Mary Cain, verklagt Medienberichten zufolge ihren früheren Trainer Alberto Salazar und dessen ehemaligen Arbeitgeber Nike wegen Missbrauchs auf 20 Millionen Dollar.

Nike habe von dem jahrelangen psychischen und emotionalen Missbrauch im Leichtathletikprogramm-Programm "Oregon Projekt" des Sportartikelherstellers gewusst und nicht eingegriffen, führt Cain, heute 25 Jahre alt, in der Klageschrift laut der Zeitung "The Oregonian" und weiteren Medienberichten an.

Einstiges Wunderkind mit Selbstmordgedanken

Cain wurde 2013 als Wunderkind ins Nike Oregon Projekt aufgenommen. Bereits 2019 erklärte sie in der Zeitung "New York Times", dass sie von Salazar wiederholt zur Gewichtsabnahme gedrängt worden sei. Ihre Karriere sei daran gescheitert und sie habe Selbstmordgedanken gehegt.

Nike erklärte, dass das Unternehmen sich nicht zu laufenden Rechtsstreitigkeiten äußere. Cains Anwalt reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. (cni/reuters)