Urlaubs-Abzocke und Urlaubs-Fallen

Manchmal ist die Vorfreude schon das beste vom Urlaub. Tappen Sie nicht in Fallen!
© dpa, Katerina Nomikou

31. Juli 2015 - 8:57 Uhr

Griechenland: Blinde Passagiere im Kofferraum?

Manchmal ist die Vorfreude bereits das Beste am Urlaub: Gerade an den beliebtesten Reisezielen hat sich eine wahre Industrie von Betrügern, Abzockern und Nervensägen eingerichtet. Deren Ziel ist, möglichst viel von Ihrem Geld einzusacken. Der ADAC hat ein paar typische Fälle gesammelt.

Griechenlandurlauber, die mit der Fähre ihre Heimreise antreten, sollten wachsam sein und ihr Fahrzeug nicht aus den Augen lassen. Dem ADAC werden immer wieder Fälle gemeldet, in denen sich illegale Auswanderer in Urlauberfahrzeugen und Lkw verstecken.

Werden die blinden Passagiere an der Grenze entdeckt, kann dies schlimme Konsequenzen haben. Schleusungsdelikte werden mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet. Nehmen Sie deshalb keine fremden Personen mit. Insbesondere Wohnmobile oder Pkw mit Anhänger sollten stets an einem sicheren, möglichst überwachten Ort abgestellt werden und gut verschlossen sein.

Vor der Ausreise aus Griechenland sollte jeder Reisende sein Fahrzeug auf blinde Passagiere überprüfen.

Italien: Selbstgemachte Eintrittskarten?

Italienurlauber warnt der ADAC vor dem Kauf gefälschter Markenartikel. Wer Plagiate in größeren Mengen kauft, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen, wenn er erwischt wird.

Rombesucher sollten sich zudem vor ihrem Besuch der Sehenswürdigkeiten erkundigen, ob dafür überhaupt Eintritt fällig wird. Illegale Touristenführer und Reisebüros verkaufen Urlaubern in Rom zunehmend Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten, die eigentlich kostenlos sind.

Griechenland- und Türkeireisende werden gelegentlich beim Transit durch Bulgarien Opfer von korrupten oder falschen Beamten. Diese versuchen bei angeblichen Verkehrsverstößen an Bargeld zu gelangen. Hier hilft es oft schon, sich nach dem Ausweis, dem Namen oder dem Vorgesetzten zu erkundigen.

Bulgarische Polizisten dürfen bei Verkehrsdelikten generell kein Bargeld kassieren. Muss trotzdem bezahlt werden, kann man sich später an das bulgarische Innenministerium wenden. Dessen Internetseite www.mvr.bg/en führt zu dem Beschwerdeformular "Signals of Corruption at the MoI".

In den Touristen-Hochburgen einiger Urlaubsländer versuchen manche Privatkliniken mit Hilfe von Taxifahrern oder Hotelrezeptionen, an Patienten aus dem Ausland zu kommen. Der Patient muss dann unnötige und zum Teil sogar gesundheitsschädigende Behandlungen wie beispielsweise Röntgen zu überhöhten Preisen über sich ergehen lassen. Im Krankheitsfall sollten Sie sich deshalb immer erst mit dem Versicherer in Verbindung setzen, wenn das irgendwie möglich ist.