Tipps für einen Urlaub im Weserbergland

Betrunkene Schmetterlinge und 140 Millionen Jahre alte Muscheln

Wir haben Tipps für einen Urlaub im Weserbergland.
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© Weserbergland Tourismus e.V.

16. Juli 2021 - 14:01 Uhr

Das Weserbergland

Das Weserbergland – die Mittelgebirgslandschaft verspricht abwechslungsreiche Sommerferien vor allem für Naturfreunde. Es erstreckt sich auf circa 200 Kilometern entlang der Weser und lädt damit aber nicht nur zum Schifffahren, Wandern und Radfahren ein.

Action im Sollling

Tipps für einen Urlaub im Weserbergland.
Huskys sind besonders bewegungsfreudige Hunde und brauchen täglich um die 3 Stunden Auslauf.
© RTL Nord

Wildlife-Experte Axel Winter im Naturpark Sollingen/Vogler kennt sich nicht nur damit aus, über einen längeren Zeitraum ausschließlich in, von und mit der Natur zu leben - was übrigens auch zum Selberlernen bei ihm buchbar ist. Er kennt sich auch besonders gut mit den Nachfahren der Wölfe aus.

Bei geführten Dogscooting-Touren können Interessierte zwischen 2 und 24 Kilometer lang durch den Hochsolling düsen. Der Dogscooter ist ein Tretroller auf Mountainbikebasis, der von ein bis zwei Huskys gezogen wird. Huskys zeigen gegenüber Menschen übrigens nahezu kein Aggressionsverhalten, da sie dort, wo sie ursprünglich her kommen bereits den Babys zum Wärmen ins Bett gelegt werden, verrät Axel Winter im RTL-Nord Interview. 20 – 25 km/h können die energiegeladenen Tiere schnell sein und sie können ein Gewicht von 270 Kilogramm ziehen.

Rotweinliebende Schmetterlinge in Uslar

Tipps für einen Urlaub im Weserbergland.
Die Insekten im Schmetterlingspark in Uslar trinken gerne mal einen.
© RTL Nord

Im Schmetterlingspark in Uslar können Gäste bei jedem Wetter tropisches Urlaubsfeeling tanken. Auf 500 Quadratmetern gibt es ab 5 Euro die verschiedensten Falter zu sehen. Sebastian Johanning hat selbst schon als Kind die Schmetterlinge bestaunt und mittlerweile gehört ihm gemeinsam mit seiner Schwester Christina der Park.

Hier flattern bei einer Luftfeuchtigkeit von 85 Prozent und einer Temperatur von 28 Grad rund 150 Arten herum. Ein durchschnittlicher Schmetterling wird übrigens normalerweise maximal 14 Tage alt, doch die kleinen Tiere bekommen hier besondere Nahrung angeboten: "Das sind Kunstnelken, die wir mit einem Gemisch aus Fruktosezucker, Wasser und Rotwein in diesem Fall beträufeln. Dieser Rotwein, also der Alkohol ist eben ein Duftträger, der auch in verschiedenen Parfums verwendet wird. Die sind leicht angetüdelt und offenbar soll der Alkohol auch lebensverlängernd auf Insekten wirken." sagt Experte Sebastian Johanning. Natürlich sollte das nicht im heimischen Garten ausprobiert werden!

Tatsächlich sind die Haltungskosten der kleinen Fluginsekten eher gering, allerdings müssen im Monat ungefähr 800 Schmetterlingspuppen aus Südamerika dazu gekauft werden.

Neben dem Schmetterlingspark gibt es eine Möglichkeiten in umgebauten Holzfässern zu übernachten. Für Übernachtungsgäste ist der Eintritt in den Park kostenlos.

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140 Millionen Jahre alte Muscheln unter Tage

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Solche - deutlich jüngeren - Herzmuscheln findet man auch noch heute im Watt an der Nordseeküste.
© RTL Nord

Olaf Grohmann bringt Besucherinnen und Besucher gerne unter die Erde – und macht damit die Geschichte des Hüttenstollen Osterwald im Besucherbergwerk lebendig. Hier lernen Jung und Alt alles über die Geschichte des Steinkohlenbergbaus, die Arbeitsbedingungen der Bergleute im 19. Jahrhundert, aber auch etwas über die 145 Millionen Jahre alte Erdgeschichte. Zum Beispiel lassen sich hier Herzmuscheln finden, die ungefähr 140 Millionen Jahre alt sind, sagt der 60-Jährige Wissenschaftler im RTL Nord-Interview: "Die stammen aus der Zeit der Unterkreide und da hatten wir hier einen relativ großen Flachwassersee, in dem übrigens auch Dinosaurier rumstapften. Das ist durch Spuren, die man hier gefunden hat, belegt."

Noch bis 1954 wurde in dem Bergwerk Kohle gefördert. (kum)