"Unser wunderschöner Junge ist nun von uns gegangen" - Baby Charlie ist gestorben

29. Juli 2017 - 9:37 Uhr

Charlie Gard starb - mit gerade einmal elf Monaten...

Der kleine Charlie ist nach einem langen Kampf nun gestorben, wie seine Mutter mitteilte. Seine Eltern hatten monatelang vor Gerichten um das Schicksal ihres elf Monate alten Sohnes gekämpft. Nach langen juristischen Streitereien hatten sie den Kampf aufgegeben. Kurz darauf hatte es wieder Streit gegeben, weil sie das Baby wenigstens zum Sterben nach Hause holen wollten. Doch das erlaubten seine Ärzte nicht. Nachdem sich die beiden Parteien vor Gericht darauf geeinigt hatten, dass Charlie in einem Hospiz sterben sollte, war der traurige Tag nun gekommen.

"Unser wunderschöner Junge ist nun von uns gegangen"

Charlies Mutter Connie musste von ihrem kleinen Jungen Abschied nehmen: "Unser wunderschöner Junge ist nun von uns gegangen, wir sind so stolz auf dich Charlie." Einen Tag zuvor hatte das Gericht noch entschieden, dass Charlie nicht Zuhause sterben darf, weil die Beatmungsmaschine, auf die Charlie angewiesen ist, nicht in die Wohnung der Familie gebracht werden konnte. Das Gerät durfte auch nur unter Aufsicht von ausgebildetem Personal betrieben werden. "Der Pflegeplan muss sicher sein, Charlie alle Schmerzen ersparen und seine Würde bewahren. Gleichzeitig müssen die Wünsche der Eltern hinsichtlich Ort und Zeit berücksichtigt werden und mit den Bedürfnissen Charlies in Einklang gebracht werden", sagte die Anwältin des Krankenhauses dem Sender 'SkyNews'.

Baby Charlie war unheilbar krank

Charlie litt am mitochondriales DNA-Depletionssyndrom (MDDS), einer seltenen genetischen Erkrankung. Dadurch wurden sein Gehirn und seine Muskeln stark in Mitleidenschaft gezogen. Er musste künstlich beatmet und ernährt werden. Charlie konnte sich nicht mehr bewegen, war gehörlos und hatte epileptische Anfälle.

In einem monatelangen Rechtsstreit hatten Charlies Eltern dafür gekämpft, ihn für eine experimentelle Therapie in die USA bringen zu dürfen. Die Klinik hielt das für aussichtslos und bestand darauf, die Behandlung Charlies zu beenden und ihn in Würde sterben zu lassen. Dem hatten sich die Eltern schließlich gefügt. Schweren Herzens mussten sie von ihrem Sohn nun Abschied nehmen.