Seine Mama wusste angeblich von nichts

Baby-Überraschung! Mateo macht sich erst Stunden vor seiner Geburt bemerkbar

Mateo war ein stilles Baby im Bauch. Bis zur Geburt wusste Mama Verena laut ihrer Aussage nichts von ihm.
Mateo war ein stilles Baby im Bauch. Bis zur Geburt wusste Mama Verena laut ihrer Aussage nichts von ihm.
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01. August 2021 - 13:30 Uhr

Unbemerkte Schwangerschaft bis zur Geburt

Diese Geschichte aus Pforzheim/Königsbach-Stein klingt wie ein Wunder: Erst wenige Stunden vor seiner Geburt macht sich Mateo bei Mama Verena Platzer bemerkbar. Wir haben mit der frischgebackenen Mutter über das plötzliche Wunder gesprochen. Zuerst hatte die Seite PZ-news.de über den Fall berichtet.

„Es war alles ganz normal“

Mama Verena mit ihrem Wunderkind Mateo.
Auch wenn Verena keine Vorfreude hatte, ist die Freude über Wunderkind Mateo umso größer.
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Der Name Mateo bedeutet "Geschenk Gottes". Und genau DAS ist er auch für die frischgebackene Mutter.

Verena Platzer kommt aus einer Metzgerfamilie, wo sie seit Kindheitstagen kräftig mit anpackt. Auch während sie unwissentlich schwanger ist, arbeitet sie mit. Sie schleppt Kisten, bedient, portioniert und kassiert. Dass sie eigentlich schwanger ist, weiß die 25-Jährige bis zum 1. Juni, dem Tag der Geburt, laut ihrer Aussage nicht. Denn eigentlich war bis dahin ja "alles ganz normal", wie sie uns erzählt. "Es war Corona, und da habe ich wie viele andere auch etwas zugelegt. So circa fünf bis sechs Kilo, aber das hat nicht für eine Schwangerschaft gesprochen. Neue Klamotten habe ich auch nicht gebraucht.", sagt die Mutter. Selbst die häufigen Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit, Sodbrennen oder Ausbleiben der Periode zeigten sich nicht.

Kurzurlaub und Verdacht auf Blinddarmentzündung

Kurz vor der Entbindung geht es mit der Familie für einen Kurzurlaub an den Gardasee. Doch ein paar Tage davor macht Verena wegen ihrer besorgten Eltern bereits einen Termin beim Arzt - für Dienstag, den Tag der Geburt ihres Sohnes, von dem sie dann noch nichts weiß. "Meine Eltern haben bei mir angeschwollene Gelenke und Wassereinlagerungen bemerkt und wollten, dass ich einen Arzttermin vereinbare." Am Samstag im Urlaub macht sie mit ihrem Freund Marius Ochs, mit dem sie seit eineinhalb Jahren zusammen ist, auf der Vespa eine Spritztour. Alles schön und gut.

Bis zu jenem Dienstag, dem 1.Juni: Der Arztbesuch fällt flach, denn mit starken Bauchkrämpfen geht's direkt in die St. Vincentius-Klinik. "Man hatte erst den Verdacht auf eine Blinddarmentzündung", so die damals unwissentlich Schwangere. Doch die Untersuchung mit dem Ultraschall bringt schnell Klarheit, und die Metzgertochter landet direkt im Kreißsaal. "Es war schon schockierend, da man überhaupt keine Zeit hatte sich mit dem Gedanken anzufreunden." Eine knappe Stunde später liegt Baby Mateo in ihren Armen.

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49 Zentimeter groß und 3290 Gramm schwer

3290 Gramm bringt das Wunderkind am Tag seiner Geburt auf die Waage, bei einer Größe von 49 Zentimetern. Heute, zwei Monate später, wächst und gedeiht Verenas ungeplantes Wunschkind Mateo prächtig. "Es ist schon verrückt, man kennt das alles nur aus Filmen und Amerika, aber dass das ausgerechnet mir passiert, hätte ich nie gedacht. Aber durch diese Erfahrung kenne ich immer mehr, denen das auch passiert ist." Tatsächlich kommt das Phänomen laut Studien bei einer von 500 Schwangerschaften vor und nennt sich "Gravitas suppressalis". Waum manche Frauen spät oder wie in diesem Fall erst am Tag der Geburt ihre Schwangerschaft bemerken, haben wir hier für sie erklärt. (pz-news.de, twi)

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