Umworbener Baumgart kommt

1. FC Köln landet doch noch den Trainer-Coup

Ein Malocher für den Effzeh.
Ein Malocher für den Effzeh.
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11. Mai 2021 - 12:14 Uhr

Er würde auch mit in Liga zwei gehen...

Peter Stöger hatte am Wochenende verkündet, dass er nicht wieder Trainer des 1. FC Köln wird. Der vermeintliche Coup, er war geplatzt. Oder auch nicht? Denn nun stellt der Club Steffen Baumgart als neuen Anleiter vor. Auch ein Coup, denn Baumgart war von vielen Klubs heftig umworben worden. Unter anderem von Hannover 96. Auch bei Eintracht Frankfurt galt er als Kandidat. Das Engagement beim Effzeh gilt ligaunabhängig. Er unterschreibt bis 2023.

"Herausragende Arbeit in Paderborn geleistet"

In Köln sind sie mächtig stolz auf ihren Trainerdeal. FC-Geschäftsführer Horst Heldt sagt: "Steffen Baumgart hat in den vergangenen Jahren herausragende Arbeit in Paderborn geleistet. Er hat bewiesen, dass er Spieler egal welchen Alters weiterentwickeln und besser machen kann." Damit sei der Coach "der richtige Mann für den Weg, den wir in den nächsten Jahren gehen müssen". Auch sei er ein "emotionaler Leader", der gut zum Club passe.

"Nach mehr als vier Jahren beim SC Paderborn war es für mich jetzt Zeit für eine Veränderung. Die Gespräche mit den Verantwortlichen des FC waren vertrauensvoll und offen", sagte Baumgart. Anfang April hatte er angekündigt, den Club mit dem Auslaufen seines Vertrags in diesem Sommer verlassen zu wollen. Im Frühjahr war er bei mehreren Teams als Kandidat gehandelt worden.

Baumgart trainiert die Ostwestfalen seit 2017, in der Saison 2018/19 gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Aus dieser stieg der SCP in der vergangenen Spielzeit aber direkt wieder ab. Kurz vor dem Saisonende ist der Club Achter der Tabelle. Am Sonntag siegte Paderborn spektakulär in Aue mit 8:3. Die Frage, in welcher Liga Baumgart den Effzeh künftig trainieren wird, wird zur großen Zitterpartie. Zwei Spieltage vor Saisonende haben die Kölner mit ihrem Interimstrainer Friedhelm Funkel zwei Punkte Rückstand sowohl auf den Relegationsrang als auch auf den ersten Platz zum direkten Ligaverbleib.

TNO/DPA/SID

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