Die bewegende Karriere von "Forrest Gump"

Tom Hanks: Ein amerikanischer Held wie aus dem Bilderbuch feiert 65. Geburtstag

Tom Hanks ist einer der gefragtesten Schauspieler in Hollywood.
Tom Hanks ist einer der gefragtesten Schauspieler in Hollywood.
© Xavier Collin/Image Press Agency/ImageCollect, SpotOn

09. Juli 2021 - 8:43 Uhr

Hollywood-Star Tom Hanks wird 65

Anständig, fair, warmherzig, kurzum: sympathisch. Tom Hanks (65) ist der Prototyp des Bilderbuch-Amerikaners, der die ganze Welt liebt, so wie sie ihn zurückliebt. Das ist gar nicht so einfach nach den bitteren Erfahrungen während der Trump-Jahre.

Der Schauspieler zeigt politisches Engagement

Tom Hanks ist nach erfolgreichen Jahrzehnten in Hollywood ein Mann für schwierige Fälle. Je älter er wird, umso abgeklärter, toleranter und glaubhafter wirkt er auf sein Publikum. Am 9. Juli 2021 wird er 65 Jahre alt.

Den letzten großen öffentlichen Auftritt hatte Tom Hanks im Januar bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden (78). Trotz der Eiseskälte trug Hanks nur "den schwarzen Anzug des Showmasters", wie die "Süddeutsche Zeitung" schrieb. Tom Hanks sprach sodann von seinem Land, es waren "staatstragende Worte von der noch perfekteren Einheit, die es anzustreben gelte, von der Gültigkeit und Stärke der Ideale, gerade auch in Not und Streit und Pandemie, und vom ewigen Streben des Amerikaners, eine bessere Version seiner selbst zu werden."

Politisches Engagement zeigen auch andere Schauspieler und Hollywood-Stars, doch niemand ist dabei so glaubwürdig wie Tom Hanks. Das mag auch an seinen Wurzeln liegen, denn er ist tatsächlich mit dem amerikanischen Nationalheiligen Abraham Lincoln verwandt. Die Urururgroßeltern des 16. US-Präsidenten waren Sarah und William Hanks, von denen auch die Familie von Tom Hanks abstammt.

Tom Hanks hat zwei Oscars im Schrank stehen

In seinem Beruf als Schauspieler hat er oft Helden des amerikanischen Alltags verkörpert, sehr behutsam, sehr menschlich und dadurch auch sehr wirklichkeitsnah. In "Fegefeuer der Eitelkeiten" war es der tiefe Fall eines New Yorker Börsenmaklers, in "Schlaflos in Seattle" die bezaubernde Liebesgeschichte eines Architekten.

In "Philadelphia" spielt er einen homosexuellen Anwalt, der an Vorurteilen und an seiner Aids-Erkrankung zu Grunde geht. Und in "Forrest Gump" aus dem Jahr 1994 verkörpert Tom Hanks die unglaubliche Lebensgeschichte eines ganz besonderen Amerikaners. Für beide Hauptrollen erhielt er 1994 und 1995 jeweils den Oscar als bester Hauptdarsteller.

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Hollywood-Star ist auch als Autor erfolgreich

Seit dieser Zeit dreht Tom Hanks, übrigens ein leidenschaftlicher Anhänger des englischen Fußballclubs Aston Villa, jedes Jahr mindestens einen Film und steht souverän in der ersten Reihe der männlichen Stars von Hollywood. Er hat sich außerdem einen Namen als Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent gemacht.

Beachtenswert ist auch sein Debüt als Schriftsteller. 2017 veröffentlichte er eigene Kurzgeschichten unter dem Titel "Schräge Typen", die unter anderem auch von seiner Schreibmaschinensammlung handeln. Die Zeitung "Die Welt" urteilte: "Auf guten Stil legt Hanks Wert wie ein guter Amerikaner auf gute Manieren (längst keine Selbstverständlichkeit mehr, wie wir wissen), und die Stimmung ist in den meisten Geschichten so lässig, wie sie in Amerika vielleicht wirklich mal war, als die Cadillacs noch Haifischflossen hatten und aus den Büros in Manhattan das Geklapper authentischer Schreibmaschinen drang." Jedenfalls sei die Lektüre überaus empfehlenswert, "danach werden Sie Amerika wieder lieben."

Auch den Kampf gegen Corona nahm Tom auf

Im vergangenen Jahr waren Tom und seine Ehefrau, Schauspielerin Rita Wilson (64), wie Millionen ihrer Landsleute an Corona erkrankt, während der damalige US-Präsident Donald Trump (75) versuchte, die Pandemie kleinzureden. Nach der Genesung berichtete Tom in einer Radioshow: "Rita musste schwerere Zeiten durchmachen als ich." Während sie "deutlich höheres Fieber" gehabt sowie "ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren" habe, hätten ihn vor allem "schlimme Gliederschmerzen" gequält. Zudem sei er "sehr müde" gewesen.

Im Gegensatz zu Trump appellierte der oscarprämierte Schauspieler eindringlich an das Verantwortungsbewusstsein der Amerikaner. "Das offizielle, aber auch das individuelle Verhalten hat nur Fragezeichen bei mir hinterlassen. Es gibt wirklich nur drei Dinge, die jeder tun muss: eine Maske tragen, Abstand halten und Hände waschen", sagte Hanks der Zeitung "The Guardian". Er habe kein Verständnis für Menschen, die glaubten, sie müssten keinen Beitrag leisten. Amerikaner, die sich weigerten, eine Maske zu tragen, sollten "sich schämen".

In Tom Hanks steckt ein kleiner Grieche

Tom Hanks hat auch in Europa Wurzeln geschlagen, in Griechenland, der uralten Wiege der Demokratie. Seine Frau Rita hat eine griechische Mutter. Vor der Hochzeit 1988 konvertierte ihr Mann zum griechisch-orthodoxen Glauben. Das Ehepaar besitzt auf der Insel Antiparos ein Haus und hat gleich mehrere Filme mit griechischem Hintergrund produziert, wie "My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf Griechisch" oder "Mamma Mia!".

Für sein Engagement während der Feuersbrunst von Mati erhielt das Ehepaar 2019 vom griechischen Innenminister die Ehrenbürgerwürde Griechenlands. Ein Jahr später wurden Tom und Rita auch offiziell griechische Staatsbürger.

Selbst in den unendlichen Weiten des Weltalls hat sich der Hollywood-Star einen Namen gemacht. 1996 wurde von "Spacewatch" (Universität von Arizona) im Asteroidengürtel ein Asteroid entdeckt, der seit 2003 den Namen "(12818) Tomhanks" trägt.

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