Tierkrankenversicherungen: Darauf sollten Tierhalter achten!

14. Juni 2016 - 14:26 Uhr

Tierkrankenversicherungen lohnen sich - aber längst nicht immer

Eine dicke Pfote, Erbrechen oder lästige Würmer: Der Gang zum Arzt ist längst auch bei Tieren bzw. Tierhaltern Pflicht. Doch können die Kosten für solche Behandlungen schnell in ungeahnte Höhen schießen. Viele Tierhalter denken deshalb über eine Krankenversicherung für ihren Vierbeiner nach. Doch die Tarife bergen so einige Tücken. 'Finanztest' hat die Versicherungen für Tiere geprüft. Das Ergebnis und worauf Sie unbedingt achten sollten, finden Sie hier.

Versicherungen für Hunde und Katzen
Wer eine Tierkrankenversicherung in Erwägung zieht, sollte den Tarif genau prüfen.

Ein Routine-Check-up beim Tierarzt steht bei vielen Tierhaltern mittlerweile alljährlich auf dem Plan. Dieser schlägt mit rund 200 Euro für Hunde und 120 Euro für Katzen zu Buche. Doch stehen aufwendigere Diagnoseverfahren wie Röntgen oder ein MRT an, oder wird sogar ein operativer Eingriff nötig, läppern sich die Kosten. Einen günstigen Versicherungstarif, der für alle Fälle greift, gibt es nicht. Wichtig ist deshalb, sich im Vorhinein genau über die Leistungen der Krankenversicherer zu informieren.

Wählen kann der Tierhalter bei Versicherungen zwischen einem Operationsschutz und einem teureren Krankenvollschutz. Bei hohen OP-Kosten greifen beide Versicherungen – die Vollversicherungen kommen zudem für Heilbehandlungen auf. Uneingeschränkt gilt das jedoch nicht.

Bei älteren Tieren oder Hunden und Katzen mit Vorerkrankungen behalten sich die Kassen vor, Tiere abzulehnen oder bestimmte Behandlungen aus der Versicherung auszuschließen. Bei älteren Hunden und Katzen kann auch der Tarif teurer sein. Deshalb gilt: Versichern Sie Ihren Vierbeiner am besten jung!

Die meisten Versicherungen verlangen außerdem eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent an den anfallenden Kosten. Bei einem OP-Schutz sollten Sie zudem darauf achten, ob auch Diagnostik und Nachsorge der OP im Versicherungsfall übernommen werden. Achtung auch bei Zahnsteinentfernung, die bei älteren Tieren oft anfällt: Diese findet unter Narkose statt, ist aber kein chirurgischer Eingriff. Deshalb springen die OP-Versicherungen hier nicht ein. Vollkostenversicherungen übernehmen nur einen Teil.

Die besten Krankenversicherungen aus dem 'Finaztest'

Fazit: Die Tierkrankenversicherungen und ihre Tarife haben alle einen Haken. Prüfen Sie deshalb genau, für welche Bedürfnisse Sie sich gerne absichern möchten – und ob der Wunschtarif diese erfüllt. Der Krankenvollschutz schlägt dabei wesentlich höher zu Buche.

'Finanztest' empfiehlt den OP-Kostenschutz Exklusiv der 'Agila' für jährlich 263 Euro für mittelgroße Mischlinge oder 179 Euro für Hauskatzen. Für eine hohe Kostendeckung beim Vollschutz rät 'Finanztest' zum Petcare-Komfort-Tarif der 'Helvetia' für 515 Euro im Jahr bei Hunden und 257 Euro bei Katzen.