Teure Stromfresser: Was ist eigentlich eine Kilowattstunde?

ARCHIV- ILLUSTRATION - Auf einem Stromzähler in einem Privathaus in Schwerin werden am 19.12.2005 die bisher verbrauchten Kilowattstunden angezeigt. Die Neuregelung der Strom- und Gasversorgung hat nicht den erhofften Preisvorteil für die Verbraucher gebracht. Foto: Jens Büttner/dpa (zu dpa/lnw: "Holprig, zäh und widerwillig - 15 Jahre Strommarktliberalisierung" am 20.04.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Was ist eigentlich eine Kilowattstunde? Wir erklären Ihnen den Stromverbrauch.
dpa, Jens Büttner

Was ist eigentlich eine Kilowattstunde? Kilowattstunde (kWh) ist die Maßeinheit für den Energieverbrauch. Die Stromrechnung richtet sich nach den verbrauchten Kilowattstunden. Sie kosten derzeit in Deutschland im Schnitt 0,28 Euro.

Ein Kilowatt sind 1.000 Watt. Ein Gerät, das eine Leistung von einem Kilowatt aufnimmt und das eine Stunde lang in Betrieb ist, verbraucht eine Kilowattstunde. Die Formel für den Verbrauch lautet Leistung (Kilowatt) x Zeit (Stunden) = Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh).

Eine Kilowattstunde reicht für eine Wäsche oder einen Kuchen

Ein 500-Watt-Föhn, der sechs Minuten lang läuft, verbraucht also 0,5 kW mal 0,1 h = 0,05 kWh. Das Föhnen kostet also etwa 1,4 Cent.

Was können Sie mit einer Kilowattstunde Strom für 28 Cent tun?

Das Verbraucherportal Verivox hat errechnet, dass eine Kilowattstunde ausreicht, um

- eine Maschine Wäsche zu waschen

- 15 Hemden zu bügeln

- 17 Stunden Licht einer Glühlampe (60 Watt)

- 60 Minuten auf mittlerer Stufe staubsaugen (1000W-Staubsauger)

- 90 Stunden eine Stromsparlampe (11 Watt) brennen zu lassen

Sie können mit einer Kilowattstunde auch:

- zwei Tage lang einen mittelgroßen Kühlschrank nutzen

- einen Pflaumenkuchen backen

- ein Mittagessen für vier Personen auf dem Herd kochen

- etwa 70 Tassen Kaffee kochen

- oder 133 Scheiben Brot toasten