Polizei statuiert ExempelStuttgart-Zuffenhausen: Keine Rettungsgasse - 117 Anzeigen in zwei Stunden

Allein die schiere Zahl ist erschreckend: Die Polizei hat in Stuttgart-Zuffenhausen binnen von gerade einmal zwei Stunden insgesamt 117 Anzeigen erstattet, weil die Fahrerinnen und Fahrer keine Rettungsgasse gebildet haben.
Vier weitere Personen hatten das Handy am Ohr
Vor einer Dauerbaustelle im Stuttgarter Norden im Bereich der B10 und 27 auf Höhe Zuffenhausen bildet sich regelmäßig Stau. Ein Ärger für Pendler und all jene, die in der Gegend wohnen. Dass sie auch im Stadtverkehr eine Rettungsgasse bilden mussten, wussten dabei offenbar viele nicht, wie eine gezielte Kontrolle der Polizei eindrucksvoll gezeigt hat.
Weil sie keine Rettungsgasse frei ließen, haben die Beamten am Freitag 117 Personen angezeigt. „Sie müssen unter anderem mit Fahrverboten und empfindlichen Bußgeldern rechnen, wie das Polizeipräsidium Stuttgart in einer Pressemeldung berichtet. Laut verschärftem Bußgeldkatalog sind das mindestens 200 Euro, dazu kommen zwei Punkte in Flensburg. Wenn Rettungskräfte dadurch behindert werden oder es zu Sachbeschädigungen kommt, kann es bis zu 320 Euro kosten. Außerdem droht ein Monat Fahrverbot. Besonders bemerkenswert ist, dass die Beamten zwischen 13:30 Uhr und 15:40 Uhr den Verkehr kontrollierten – eine amtliche Bilanz also in gerade einmal zwei Stunden!
Doch das ist noch nicht alles. Hinzu kommt, dass vier weitere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer am Steuer mit dem Handy telefoniert haben. Eine Ordnungswidrigkeit, die mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet wird. (cwa)