Dickes Plus im Geldbeutel?

Steueränderungen 2022: Sechs Spartipps für das neue Jahr

Was erwartet uns steuerlich in 2022?
Was erwartet uns steuerlich in 2022?
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Neues Jahr, neue Steuerregeln - und damit neue Möglichkeiten, Geld zu sparen? Die Experten der Zeitschrift Finanztest haben die wichtigsten Steueränderungen für Verbraucher zusammengestellt. Wir zeigen Ihnen sechs wichtige Änderungen und wie Sie diese für sich nutzen können.

Das ändert sich 2022 für Steuerzahler

Steueränderungen: Eine Homeoffice-Pauschale soll auch 2022 absetzbar sein.
Eine Homeoffice-Pauschale soll auch 2022 absetzbar sein.
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Der Grundfreibetrag wird erhöht
Der Grundfreibetrag steigt im kommenden Jahr um 204 Euro. Damit alle ihren notwendigen Lebensunterhalt bestreiten können, bleiben 2022 insgesamt 9.984 Euro steuerfrei. Das heißt: Bei einem Ledigen bleiben die ersten 9.948 Euro im Jahr steuerfrei. Bei Ehepaaren beziehungsweise eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 19.896 Euro.

Corona-Bonus bis zum 31. März 2022
Noch bis zum 31. März 2022 können Arbeitnehmer einen steuerfreien Corona-Bonus in Höhe von maximal 1.500 Euro von ihrem Arbeitgeber bekommen – dann läuft die Regelung um die Sonderzahlung aus. Voraussetzung: Der Corona-Bonus muss zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt werden – und darf nicht mit diesem verrechnet werden. Gab es 2021 bereits eine solche Bonuszahlung, ist sie 2022 nicht erneut steuerfrei. Tipp: Sollten Sie bei verschiedenen Unternehmen angestellt sein, dann können Sie von jedem Arbeitgeber einen Corona-Bonus bis zu 1.500 Euro bekommen.

Lese-Tipp: Steuerklasse 3 und 5 vor dem Aus?

Sachbezüge bleiben bis 50 Euro im Monat steuerfrei

Eine Verbesserung gibt es bei der Sachbezugsfreigrenze. Sie erhöht sich auf 50 Euro – das sind immerhin 6 Euro mehr als 2021. Wenn man vom Arbeitgeber z.B. einen Gutschein oder eine Geldkarte im Wert von 50 Euro erhält, fallen darauf keine Steuer- oder Sozialversicherungsbeiträge an. Doch, Vorsicht! Wird dieser Wert überschritten, müssen Sie den gesamten Sachbezug versteuern. Tipp: Üben Sie mehrere Jobs aus, dann können Sie je Arbeitgeber die steuerfreien Vorteile nutzen.

Homeoffice-Pauschale gilt auch für 2022
Von einem Punkt könnten besonders viele Arbeitnehmer profitieren: Die Verlängerung der Homeoffice-Pauschale gilt auch für das Jahr 2022. Der Arbeitnehmer bekommt dadurch 5 Euro pro Tag im Homeoffice erstattet. Da das Finanzamt maximal 120 Tage im Homeoffice anerkennt, können Sie insgesamt 600 Euro gelten machen. Jeder Berufstätige kann die Pauschale beantragen – egal ob angestellt oder selbstständig. Allerdings zählt die Pauschale zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern ohnehin ein Pauschalbetrag von 1.000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Werbungskosten über 1.000 Euro kommt, profitiert also davon.

Lese-Tipp: Mehr Informationen zu den Steueränderungen 2022

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Altersvorsorgeaufwendungen besser absetzbar
Ab 2022 können sogenannte „Vorsorgeaufwendungen“ für den eigenen Ruhestand besser steuerlich abgesetzt werden. Für 2022 gilt ein Höchstbetrag von 25.639 Euro - die Sonderausgaben sind hier bereits berücksichtigt. Von dieser Summe können höchstens 94 Prozent steuerlich abgesetzt werden. Ledige können 24.101 Euro (2021: 23.724 Euro) und Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner 48.202 Euro steuerlich geltend machen. Und es wird für Menschen, die in Rente oder in Pension sind, einfacher, ihre Steuererklärung abzugeben. Elster, das Onlineportal der Finanzverwaltung, bringt voraussichtlich ab April 2022 das Angebot „Einfach Elster“ an den Start. (bwi)

Lese-Tipp: Den „Finanztest“-Artikel können Sie sich in ganzer Länge anschauen.