RTL News>Leben>

Starthilfe geben: So bringen Sie Ihr Auto wieder zum Laufen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Starthilfe geben: So bringen Sie Ihr Auto wieder zum Laufen

Starthilfekabel im Motorraum.
Ist die Auto-Batterie leer, kann ein anderes Auto Starthilfe geben. Wir zeigen, wie's geht.
Daisy Daisy, iStockphoto

Was tun, wenn das Auto nicht mehr anspringt?

Gerade wenn das Auto länger steht, es draußen frostig wird oder man aus Versehen das Licht angelassen hat, kann es passieren: Das Auto springt nicht mehr an. Ist die Batterie leer, kann ein anderes Auto Starthilfe geben, um den Motor wieder zum Laufen zu bringen. Aber wie überbrückt man ein Auto eigentlich richtig? Wir erklären das Vorgehen Schritt für Schritt.

Auto überbrücken in dieser Reihenfolge

  1. Warnweste und Warndreieck: Steht das liegen gebliebene Auto an einer befahrenen Straße oder an einer unübersichtlichen Stelle, sollten Sie die Stelle mit einem Warndreieck absichern, rät der ADAC. Ziehen Sie auch eine Warnweste an, während Sie am Auto arbeiten, damit andere Verkehrsteilnehmer Sie sehen.
  2. Verbraucher ausschalten: Pannen- und Spenderauto sollten mit geöffneter Motorhaube und ausgeschaltetem Motor nah beieinander oder sich gegenüber stehen. Radio, Klimaanlage oder andere Verbraucher sollten ausgeschaltet sein.
  3. Rotes Kabel​: Wichtig ist, dass Sie beim Überbrücken die Starthilfekabel in der richtigen Reihenfolge verbinden bzw. abklemmen: Verbinden Sie zuerst das rote Kabel mit dem Pluspol (+) der Batterie des Spenderautos. Anschließend klemmen Sie das andere Ende an den Pluspol der leeren Batterie des Pannenautos.
  4. Schwarzes Kabel: Danach verbinden Sie das schwarze Kabel mit dem Minuspol (-) der Batterie des Spenderautos. Das andere Ende kommt an den vorgegebenen Masseanschluss/Massepunkt des Pannenautos (siehe Betriebsanleitung) oder an eine freie metallische Stelle im Motorblock. Das schwarze Kabel dürfen Sie allerdings nicht an die Batterie des Pannenautos anschließen - sonst droht Funkenflug. Das Starthilfekabel sollte auch nicht vom Kühlerlüfter, Keilriemenrippen oder sonstigen beweglichen Teilen erfasst werden können.
  5. Motor starten: Starten Sie zunächst den Motor des Spenderautos. Nach einigen Minuten versuchen Sie, den Motor des Pannenautos kurz zu starten. Klappt es nicht, probieren Sie es eine Minute später noch mal. Der ADAC warnt: Versuchen Sie nicht mehr als dreimal das Auto selbst zu starten, sondern holen Sie lieber professionelle Hilfe - sonst könnte das Auto noch mehr Schaden nehmen.
  6. Motoren laufen lassen: Springt das Pannenauto an, lassen Sie die Motoren beider Autos einige Minuten laufen.
  7. Verbraucher im Pannenauto anschalten: Schalten Sie bei laufendem Motor im Pannenauto Licht, Gebläse und Lüftung ein, um Spannungsspitzen zu vermeiden und so die Bordelektronik zu schützen.
  8. Kabel abbauen: Entfernen Sie zuerst das schwarze Kabel vom Spenderauto, dann vom Pannenauto. Anschließend wird das rote Kabel abgebaut.
  9. Verbraucher wieder ausschalten: Lassen Sie den Motor des Pannenautos weiter laufen. Licht, Lüftung & Co. bzw. alle Verbraucher, die Sie nicht benötigen, sollten Sie nun wieder ausschalten.
  10. Fahren, um Batterie zu laden: Fahren Sie eine längere Strecke, um die leere Batterie wieder aufzuladen. Achten Sie dabei auf Fehlermeldungen und Fehlfunktionen. Treten solche auf, sollten Sie sich umgehend professionelle Hilfe holen.