Sonnenbrand-Frust vermeiden

Die 7 größten Fehler beim Sonnenbad

07. August 2020 - 9:55 Uhr

Video: Sonnenschutz richtig anwenden - Tipps vom Hautarzt

Die meisten zieht es bei Sonne und warmen Temperaturen ins Freie: Am Strand, im Park oder einfach auf dem Balkon entspannen, Sonne tanken und schön braun werden – was will man mehr? Das Problem: Nicht selten endet das Sonnenbad mit Sonnenbrand und Frust, weil einige weit verbreitete Mythen zu schlimmen Fehlern führen. Welche die sieben größten Fehler sind und wie Sie sie vermeiden, erfahren Sie hier.

Zusätzlich beantwortet Hautarzt Dr. Florian Velten im Video oben die wichtigsten Fragen rund um die richtige Anwendung von Sonnencreme.

1. Fehler: Sonnenbrand in Kauf nehmen, um braun zu werden

Mythos: Wer braun sein will, muss leiden. Ohne Sonnenbrand keine Bräune. Deshalb – und damit es schnell geht – nehme ich das erste Sonnenbad ohne Sonnenschutz.

Dreimal nein! Sonnenbrand ist keine Vorstufe für Bräune, sondern eine ernstzunehmende Verbrennung und eine Vorstufe für Hautkrebs. Denn die Haut vergisst nichts. Gerade bei den ersten Sonnenbädern und an den ersten Strandtagen ist gründliches Eincremen mit einem hohen Lichtschutzfaktor wichtig.

2. Fehler: Trotz Sonnenbrand in die Sonne gehen

Mythos: Ich habe mich schon verbrannt - schlimmer kann es nicht werden.

Mit einem Sonnenbrand wieder in die Sonne gehen, ist absolut tabu – für mindestens drei Tage. Die Haut ist durch die Verbrennung stark geschädigt und muss sich regenerieren. Weitere Sonnenstrahlung würde den Schaden nur verschlimmern. Stattdessen sollten Sie die verbrannten Hautstellen kühlen. Außerdem können Sie hier nachlesen, welche Hausmittel wirklich bei Sonnenbrand helfen.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

3. Fehler: Mittags sonnen - da ist die UV-Strahlung am gefährlichsten

Mythos: Sonnenbaden ist mittags am effektivsten, denn da steht die Sonne am höchsten.

Das Argument ist richtig, die Schlussfolgerung aber grundfalsch! Meiden Sie beim Sonnenbad die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr. Tatsächlich ist die UV-Strahlung mittags am intensivsten und somit am gefährlichsten. Kleine Lücken beim Eincremen werden mit sofortigem Sonnenbrand bestraft. Wer während der "verbotenen Zeit" in der Sonne liegt, passt außerdem so ziemlich die größte Hitze des Tages ab. Da droht dann zusätzlich ein lebensgefährlicher Hitzschlag.

Video: 3 günstige DIY-Tipps, mit denen die Sommerbräune länger hält

4. Fehler: Vorgebräunte Haut nicht eincremen

Mythos: Ich bin vorgebräunt, deshalb brauche ich keine Sonnencreme.

Die Bräune schützt die Haut tatsächlich ein bisschen, aber eben nur wenig. Am Strand, in den Bergen oder auch auf längeren Radtouren ist Sonnencreme Pflicht.
Wer wissen möchte, welche Sonnencreme besonders gut schützt - Stiftung Warentest hat 19 Sonnencremes mit hohem und sehr hohem Lichtschutzfaktor getestet.

5. Fehler: Nach dem Baden nicht nachcremen

Glückliche Familie planscht mit den Füßen im Wasser eines Badesees
Wasserfeste Sonnencreme hin oder her - Nachcremen muss trotzdem sein.
© picture alliance, Zoonar

Mythos: Meine Sonnencreme ist wasserfest. Nach dem Baden muss ich mich nicht unbedingt neu eincremen.

Das gilt nur bedingt. Grundsätzlich sollten Sie sich mehrmals am Tag nachcremen - am besten alle drei Stunden. Und beachten Sie: Wasserfest ist nicht handtuchfest! Wer sich nach dem Bad abtrocknet, rubbelt damit auch immer etwas Sonnencreme ab und muss sich neu eincremen!

6. Fehler: Bei niedrigem LSF einfach häufiger eincremen

Mythos: Wenn ich mich häufig eincreme, kann ich den ganzen Tag in der Sonne liegen.

Leider nicht! Auch wer sich zwanzig Mal mit Schutzfaktor 5 eincremt, kann sich nur fünf Mal so lange ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten wie ohne Sonnenschutz. Je heller die Haut, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor gewählt werden. Vor allem in den ersten Tagen sollten Sie einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 20 oder 30 wählen.

7. Fehler: Unter dem Sonnenschirm aufs Eincremen verzichten

Mythos: Mein Kind spielt im Sand unter dem Sonnenschirm. Da braucht es keine Sonnencreme.

Selbst wenn der Schirm aus massivem Blech wäre, ist die Belastung darunter immer noch hoch. Sand und Wellen reflektieren die UV- Strahlung auch in Schattenzonen. Kinderhaut ist außerdem besonders empfindlich. Deshalb gilt auch unterm Schirm: Eincremen ist Pflicht!

Welche Sonnencremes und -sprays für Kinder von der Stiftung Warentest empfohlen werden, können Sie hier nachlesen.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.