90 Prozent der Fälle haben den gleichen Auslöser

Sommergrippe: Darum kriegen wir sie und das können wir dagegen tun

Sick woman  lying in bed with high fever. Cold, flu, fever and migraine
Alexander Raths - Fotolia, Alexander Raths

Sommergrippe oder doch nur eine Erkältung?

Sommer, Sonne – Sommergrippe? Wenn es draußen warm ist, denkt niemand an eine verstopfte Nase und Fieber. Dennoch leiden jeden Sommer viele Menschen unter der grippeähnlichen Erkältung. Aber wodurch wird sie verursacht? Und was hilft dagegen?

Die Sommergrippe hat nichts mit der „typischen“ Grippe zu tun

Wichtig ist: Die Sommergrippe hat mit der berüchtigten Grippe, die durch Influenza-Viren verursacht wird und gegen die Sie sich impfen lassen können, nichts zu tun – und auch nichts mit dem Coronavirus. Sie beginnt in der Regel wie eine Erkältung – mit einem Kratzen im Hals. Wenig später kommen dann Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen und leichtes Fieber hinzu. Auch Durchfall und Erbrechen sind nicht selten. Die Erkrankung ist meistens innerhalb von ein bis zwei Wochen überwunden.

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Klimaanlagen können Stress für den Körper bedeuten

Gründe dafür können Temperaturschwankungen oder Sommerregen sein – viele unterschätzen an warmen Sommertagen die möglichen Temperaturstürze und sind nicht entsprechend gekleidet. Die eigentliche Ursache für die Erkrankung ist jedoch in ca. 90 Prozent der Fälle eine Schwächung der Immunabwehr. Denn nur dann hat der Virus eine Chance. Vor allem Stress schwächt den Körper und macht ihn anfällig.

Doch unseren Körper bringen nicht nur Ärger und Hektik im Büro aus der Ruhe. Auch die Fahrt im klimatisierten Auto oder Dinge, die eigentlich als angenehm empfunden werden, können für den Körper Stress bedeuten. Ein zu langer Aufenthalt in der Sonne, baden in sehr kaltem Wasser oder ein ungewohntes Klima im Urlaubsland können die Immunabwehr zum Erliegen bringen.

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Hohe Ansteckungsgefahr vor allem bei Kindern

Die Ansteckung mit der Sommergrippe erfolgt immer über Tröpfcheninfektion. Das geschieht durch Anhusten oder Anniesen. Aber auch über Türklinken, Geländer oder Telefonhörer können Sie sich anstecken, wenn Sie anschließend die eigenen Schleimhäute berühren, sich zum Beispiel in Auge oder Mund fassen. Gerade bei Kindern, die sich beim Spielen sehr nah kommen, ist die Gefahr groß, dass sie sich untereinander anstecken.

So behandeln Sie eine Sommergrippe richtig

Antibiotika sind zur Behandlung nicht nötig – und auch nicht wirksam, da es sich um eine Virusinfektion handelt.

Die Atemwege lassen sich am besten durch Inhalationen mit Kamillendampf beruhigen. Auch Brustsalben mit ätherischen Ölen von Eukalyptus, Fichtennadel und Pfefferminze sorgen für freies Atmen. Salbeitee trinken oder damit gurgeln befeuchtet bei Halsweh die Schleimhäute und wirkt abschwellend. Lutschtabletten oder Sprays mit leicht betäubenden und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen können ebenfalls Halsschmerzen lindern.

Bei sehr hartnäckigem Hustenreiz hilft ein schleimlösendes Medikament. Bei Schnupfen eignen sich Nasenspülungen mit salzigem Wasser. Bei Kopf- und Gliederschmerzen kann Paracetamol helfen.