Skandal um Gynäkologen-AffäreFrauenarzt verschreibt "häufigen Sex" - und bietet sich selbst dafür an

Oxana M. (47) wollte unbedingt ein Kind, es sei ihr großer Traum gewesen, sagt sie. Ihr Frauenarzt gab ihr einen außergewöhnlichen Ratschlag: Der Frau zufolge empfahl ihr der Mediziner regelmäßigen Sex – „am besten gleich mit ihm selbst“. Die Patientin ließ sich tatsächlich auf die ungewöhnliche Beziehung ein. Doch ihr Traum verwandelte sich in einem Albtraum.
Wien: Gynäkologe konnte offenbar gar keine Kinder bekommen
Das berichtet das österreichische Portal „heute.at“ Demnach soll der angesehene Wiener Gynäkologe der Frau „offensive Avancen“ gemacht haben, er erklärte offenbar, eine Familie gründen und sich zusammen mit Oxana M. um das Kind kümmern zu wollen. Sie glaubte ihm – doch aus der gemeinsamen Zukunft wurde nichts.
Ein Jahr führten Oxana M. und der Arzt ihr zufolge eine Sex-Beziehung, dann soll er ihr ein böses Geständnis gemacht haben: Er sei zeugungsunfähig und könne gar keine Kinder haben, erinnert sich die Patientin. „Für mich brach eine Welt zusammen“, sagt sie zu „heute.at“. „Von einer Samenbank-Befruchtung riet er mir aber sofort ab. Stattdessen sollte ich Sex mit einem Anderen haben.“
Oxana M.: Schwere Vorwürfe gegen Wiener Arzt
Zunächst schien dieser Plan sogar tatsächlich aufzugehen. Oxana M. wurde schwanger, ihr Frauenarzt traf sich offenbar weiter mit ihr und behandelte sie auch medizinisch – bis die Ehefrau des Arztes von der Affäre erfuhr. "Ab da bestritt er alles und machte sich auf einmal rar", meint die Betroffene. Der Mediziner brachte das Kind demnach am 9. Juni 2018 noch zur Welt, von einer Rolle als Vater wollte er aber wohl nichts mehr wissen.
Die 47-Jährige macht dem Arzt nun schwere Vorwürfe: "Ich habe ihm vertraut, mich in Verzweiflung sogar in ihn verliebt. Aber jetzt weiß ich: Er ist ein alkoholkrankes, drogensüchtiges Monster“, sagt sie zu „heute.at“.
Oxana M. ist überzeugt: Sie ist nicht das einzige Opfer des Gynäkologen gewesen. "Er steht eindeutig auf Sex mit Schwangeren."
Frauenarzt verklagt ehemalige Patientin
Mittlerweile beschäftigt der Streit zwischen der Patientin und ihrem Arzt sogar die Gerichte. Ihm sei vorgetäuscht worden, dass er der Vater des Kindes sei, behauptet der Mediziner. In diesem falschen Wissen habe er 93.000 Euro für seine „Zweitfamilie“ ausgegeben. Geld, das er nun erstattet haben will.
"Wir können aber beweisen, dass nicht er getäuscht wurde, sondern einzig und allein meine Mandantin", erklärt Susanne Kurtev, die Anwältin von Oxana M. "Von Anfang an scheint der Mann einen sehr perfiden Plan verfolgt, seine Position als Arzt und meine Mandantin schamlos ausgenutzt zu haben."
Der Sohn von Oxana M. ist wohlauf, wuchs aufgrund der komplizierten Umstände rund um seine Familie zwischenzeitlich jedoch in Obhut des Jugendamtes auf. Mittlerweile lebt der kleine Junge bei Verwandten.