Dramatischer Einsatz in Hamburg

Passanten findet Schuhe und Kleidung am Alster-Ufer

Schuhe und Hosen an der Alster gefunden
Auf einer Bank an der Alster in Hamburg haben Passanten Schuhe und Hosen von zwei Personen gefunden. Sind die Besitzer der Kleidung im Wasser in Not geraten?
Elias Bartl, Balulicht News

Sind zwei Menschen in der Alster untergegangen? Passanten alarmieren am Dienstagabend gegen 18:30 Uhr die Rettungskräfte, weil sie zwei Paar Schuhe und zwei Hosen am Ufer des Elbe-Nebenflusses in Hamburg gefunden hatten. Jemand hatte die Kleidung offenbar einfach abgestreift und liegen gelassen – im Wasser war aber weit und breit niemand zu sehen. Ist in Hamburg ein schlimmer Badeunfall passiert?

Kleider lagen auf einer Bank am Ufer der Alster

Der Lagedienst der Polizei teilte auf RTL-Anfrage mit, dass die Schuhe (Größe 36 und 38) und die Hosen (Größe 26 und 28) etwa anderthalb Meter vom Wasser entfernt auf einer Bank gefunden wurden. „Das waren jetzt nicht die Standard-Erwachsenengrößen. Das waren Größen, die von bis in diversen Altersklassen zu tragen sein könnten. Wir können nicht ausschließen, dass es sich um Erwachsene handelt, wir können aber auch nicht ausschließen, dass es sich dabei um Kinder handelt“, sagt Tim Spießberger von der Feuerwehr Hamburg.

Zeugen oder andere Hinweise, dass zwei Menschen im Wasser schwimmen waren und in Not geraten sind, gibt es ansonsten nicht. Trotzdem gehen die Einsatzkräfte auf Nummer sicher und suchen bis in den späten Abend hinein das Wasser nach möglichen Vermissten ab.

Taucher suchen Alster in Hamburg ab
Feuerwehrtaucher suchen die Alster in Hamburg nach möglichen Vermissten ab. (Foto: Blaulicht News)
Elias Bartl

Wasserschutzpolizei und Feuerwehr im Großeinsatz

Die Einsatzstelle an der Alster liegt nur etwa 50 Meter vom Anleger der Wasserschutzpolizei entfernt.
Die Einsatzstelle an der Alster liegt nur etwa 50 Meter vom Anleger der Wasserschutzpolizei entfernt.
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Die Einsatzstelle an der Alster liegt nur etwa 50 Meter vom Anleger der Wasserschutzpolizei entfernt. Ein Hubschrauber kreist über der Alster, Feuerwehrtaucher suchen unter Wasser nach Hinweisen. Auch Spürhunde seien im Einsatz, bestätigte die Polizei auf RTL-Anfrage.

Was an der Alster passiert sein könnte, ist noch völlig unklar. Die Polizei geht derzeit nicht von einem Gewaltverbrechen aus, kann aber einen Unfall oder einen Suizid nicht ausschließen. „Wir gehen selbstverständlich vom Schlimmsten aus, wir gehen dort vom Worst Case aus, wir suchen so lange, bis wir Klarheit haben oder aufgrund der Dunkelheit nicht weitersuchen können. So war es am gestrigen Tage auch, um 22:10 Uhr mussten wir die Suche aufgrund der einbrechenden Dunkelheit abbrechen“, sagt Spießberger am Mittwoch. Auch am Nachmittag habe das LKA keine neuen Erkenntnisse, keinen Verdacht auf eine Straftat und aktuell keine vermissten Personen, so die Polizei Hamburg auf RTL-Anfrage. Ob die Suche noch einmal fortgesetzt wird hänge davon ab, ob noch eine Vermisstenanzeige eingehe. (jgr/kzi)