Schockzeit von Karsten Warholm

Olympischer Hürden-Wahnsinn: Ein nicht zu glaubender Weltrekord!

Selbst überrascht: Karsten Warholm.
Selbst überrascht: Karsten Warholm.
© REUTERS, PHIL NOBLE, jb

03. August 2021 - 6:48 Uhr

45,94 Sekunden zum Triumph!!!

Irre, einfach irre: Der Norweger Karsten Warholm ist in einer Fabelweltrekordzeit zum Olympiasieg über die 400 Meter Hürden gestürmt. Der zweifache Weltmeister rannte in Tokio in unglaublichen 45,94 Sekunden zum Triumph vor dem US-Amerikaner Rai Benjamin (46,17). Bronze sicherte sich Alison dos Santos (46,72) aus Brasilien.

Der Weltrekord war erst ein paar Wochen alt...

"Das ist verrückt", sagte der 25-Jährige strahlend. "Ich habe wie ein Irrer trainiert und habe dem meine ganze Zeit gewidmet. Jetzt muss ich mir neue Ziele setzen, weil ich noch nicht fertig bin." Dieser Triumph sei einfach "ganz besonders" für ihn. Warholm hatte beim Diamond-League-Meeting in Oslo am 1. Juli schon den Uralt-Weltrekord gebrochen. Bei seinem Heimspiel im Bislett-Stadion hatte er in 46,70 Sekunden gewonnen.

Nur vier Läufer in der Geschichte haben Zeiten unter 47 Sekunden erreicht, Warholm knackte als erster unglaubliche 46 Sekunden. "Ich habe wie ein verdammter Wahnsinniger trainiert", sagte Warholm: "Ich hatte letzte Nacht Mühe einzuschlafen, weil ich dieses besondere Gefühl in meiner Brust hatte. Es ist wie das Gefühl, das ich als Sechsjähriger an Heiligabend hatte. Ein Gefühl, von dem man nicht glaubt, dass man es noch einmal haben wird, wenn man älter ist. Aber ich hatte es letzte Nacht."

Der Welt- und Europameister war damit acht Hundertstelsekunden unter der fast 29 Jahre alten Traumzeit des US-Amerikaners Kevin Young bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona geblieben. (tno/dpa/sid)