„Das ist ein Alptraum für alle Eltern!“

„RTL – Wir helfen Kindern“-Pate Ross Antony hilft brandverletzten Kindern

18. November 2020 - 21:36 Uhr

Albtraum Brandverletzung

Wenige Sekunden haben ausgereicht, um bei der kleinen Mia Verbrennungen zweiten und dritten Grades zu verursachen. Zahlreiche Behandlungen, Operationen mit komplizierten Hauttransplantationen folgten. Die Monate nach dem Unfall waren für Mia und ihre Eltern eine schwere und schmerzhafte Odyssee. Ross Antony hat als Projektpate von "RTL – Wir helfen Kindern" die Familie besucht und setzt sich dafür ein, dass bei solchen schweren Unfällen auch die Eltern der betroffenen Kinder optimale und vor allem schnelle Hilfe erhalten.

Unterstützen auch Sie Kinder in Not! Helfen Sie mit und spenden hier online oder senden eine SMS mit dem Kennwort KINDER25 an die 44844 (25 Euro / SMS zzgl. ggf. Transportkosten).

Paulinchen –Initiative für brandverletzte Kinder

Es waren nur zwei Sekunden und ein paar Schritte in die falsche Richtung. "Ein ganz normaler Besuch bei Freunden. Die kleine Maus hat ihre ersten Schritte an dem Tag gemacht und hat angefangen die Wohnung auszukundschaften", berichtet Familienvater Andy Ross Antony von dem Tag, als das Unglück mit seiner damals einjährigen Tochter Mia (2) geschah. "Wir wussten leider nicht, dass es einen Ofen in der Wohnung gibt. Mia hat dann die heiße Glasscheibe angefasst und sich dadurch sehr, sehr starke Verbrennungen an den Handflächen zugezogen."

"Zum Glück ist sie jetzt wieder ein glückliches Kind und eine so tolle kleine und vor allem tapfere Prinzessin", freut sich Ross Antony, als die kleine Mia ihn fröhlich anlächelt und ihre fast verheilten Hände zeigt. Das Schicksal der kleinen Mia geht ihm sehr nahe. "Das ist eine Situation, die niemand erleben möchte. Aber man kann ein Kind nicht jede Sekunde bewachen, Kinder wollen die Welt erkunden."

Ross Antony , Mia Vater Andy
Ross Antony besucht die kleine Mia (2) und ihre Eltern Sandra und Andy Reut.
© MG RTL D, Stefan Gregorowius

Ca.30.000 Unfälle mit Verbrühungen und Verbrennungen gibt es pro Jahr, in 80 Prozent der Unfälle sind Kinder unter fünf Jahren betroffen. Rund 7.500 Kinder müssen stationär aufgenommen werden und knapp 2.000 von ihnen werden in Spezialklinken behandelt "Wenn solche schrecklichen Brandverletzungen bei Kindern passieren, brauchen die Eltern optimale und vor allem schnelle Hilfe", so Ross Antony, der sich als Projektpate von "RTL – Wir helfen Kindern" dafür einsetzt, dass betroffene Familien wie Mia und ihre Eltern nach einem schlimmen Brandunfall Hilfe erhalten.

Beim RTL-Spendenmarathon am 19. und 20. November stellt der 46-Jährige das Familienschicksal vor und ruft die Zuschauer auf zu Spenden. Mit den gesammelten Geldern wird der Verein "Paulinchen –Initiative für brandverletzte Kinder" sein Online-Beratungsangebot für Familien mit brandverletzten Kindern ausbauen und eine Personalstelle schaffen. Online-Kommunikation ist dabei sehr wichtig, denn für manche Familien oder betroffene Jugendliche ist der erste Schritt, sich zu informieren und Hilfe zu suchen, über ein Online-Angebot einfacher. "Das ist ein Alptraum für alle Eltern. Wir müssen den betroffenen Kindern die bestmögliche Versorgung und den Familien schnelle und umfassende Beratung ermöglichen! Bitte helfen Sie und Spenden Sie!"

Eine Brandverletzung bedeutet eine große psychische Belastung für die ganze Familie

Heiße Herdplatte, dampfendes Bügeleisen oder der heiße Tee: Schlimmste Verbrennungen und Verbrühungen passieren gerade bei Kindern besonders häufig. Eine Brandverletzung ist eine extrem schmerzhafte Verletzung. Zahlreiche Operationen und Narbenkorrekturen sind oft notwendig und dazu kommen noch monatelange, oft jahrelange Behandlungen. Thermische Verletzungen sind folgenschwer, denn zurück bleiben lebenslange, oft stigmatisierende Narben.

Aber nicht nur die verletzten Kinder, auch die Eltern leiden: Eine Brandverletzung bedeutet eine große psychische Belastung für die ganze Familie. Häufig sind alle am Unfall direkt oder indirekt beteiligten Personen traumatisiert. Das verletzte Kind im Krankenhaus bedeutet Sorge, komplette Überforderung der Eltern und auch Geschwister, hinzukommen meist Schuldgefühle und Ängste der Eltern Die Versorgung der Geschwisterkinder steht hinten an, denn alles dreht sich um das verletzte Kind. Als zusätzlicher Stressfaktor kommt hinzu, dass die Wege in die Klinik oft weit sind. In Deutschland gibt es zum Glück hochqualifizierte Spezialkliniken für Brandverletzte. Nach der Entlassung aus der Klinik sind die Familien auf sich selbst gestellt. Oftmals bedeutet das die totale Überforderung, denn Nachbehandlung, Therapien, Krankengymnastik und Kompressionskleidung müssen eigenständig organisiert werden.

Hauptaufgabe von Paulinchen e.V. ist es, betroffene Familien in jeder Phase nach dem Unfall zu beraten und zu begleiten. Keine Frage rund um das Thema thermische Verletzung im Kindesalter bleibt offen. So wird z. B. bei der Suche nach spezialisierten ÄrztInnen und TherapeutInnen sowie erfahrenen Sanitätshäusern in der Region geholten. Für jedes brandverletzte Kind soll individuell die bestmögliche Versorgung erreicht werden.