Frist läuft ab

Bis Jahresende müssen fast überall Rauchmelder an die Decke

Bis zum Jahreswechsel müssen in allen Wohnungen und Häusern in Deutschland Rauchwarnmelder installiert sein. Die kleinen Geräte retten unter Umständen Leben. Foto: Martin Gerten/dpa/dpa-tmn
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06. November 2020 - 16:10 Uhr

Rauchwarnmelder retten Leben

Es sind kleine, unauffällige Geräte, die keinen Platz wegnehmen, aber unter Umständen Leben retten können: Rauchwarnmelder. In den meisten Wohnungen und Häusern in Deutschland hängen sie bereits an der Decke - teilweise schon seit knapp zehn Jahren. Bis zum 31. Dezember 2020 müssen in Wohnräumen deutschlandweit Rauchwarnmelder angebracht sein. Außerdem fällt in einigen Bundesländern die Wartung der Geräte an.

Nur in Sachsen noch Ausnahmen

In Berlin und Brandenburg sind Rauchmelder bisher noch keine Pflicht. Doch die Frist endet zum Jahreswechsel: Ab dem 1. Januar müssen auch in diesen beiden Bundesländern in allen Wohnräumen Rauchwarnmelder installiert sein. Bisher galt für Bestandsbauten noch eine Übergangsfrist. Das erklärt das Forum Brandrauchprävention in Berlin. Ab dem neuen Jahr bildet dann nur noch Sachsen eine Ausnahme: Hier müssen zwar in allen Neu- und Umbauten Rauchwarnmelder hängen, nicht aber im Bestand.

Nach zehn Jahren müssen die Rauchmelder ausgewechselt werden

In anderen Bundesländern wie zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein ist es aber schon seit zehn Jahren Pflicht, in Wohnräumen Rauchwarnmelder hängen zu haben. Genauer gesagt: In allen Räumen, die als Rettungswege gelten, müssen Geräte installiert sein. Das sind Schlafzimmer, Kinderzimmer und die Fluren. In manchen Bundesländern kommen noch die Wohnzimmer hinzu.

Allerdings haben Rauchwarnmelder eine Lebenserwartung von zehn Jahren. In den Bundesländern, wo es vor zehn Jahren Pflicht wurde, die Geräte zu installieren, müssen nun neue her. Für die Wartung der Rauchwarnmelder ist je nach Bundesland entweder der Mieter oder der Eigentümer in der Pflicht. Für den Austausch sind aber generell die Wohnungseigentümer verantwortlich. Das teilt die Initiative Elektro+ mit.

Auf Qualität und Gütesiegel achten

Die Experten raten dazu, beim Kauf eines Rauchwarnmelders auf Qualität und Gütesiegel zu achten. Auf der sicheren Seite steht man demnach mit dem "Q"-Siegel. Das ist ein Qualitätssiegel des Forums Brandrauchprävention. Es steht für Sicherheit, Langlebigkeit und Qualität des Geräts.

Gut muss nicht teuer sein - das sind die besten Lebensretter

Seit mehreren Jahren gehören Rauchmelder in fast allen Bundesländern zur Grundausstattung in deutschen Häusern und Wohnungen. Denn in Deutschland sind Elektrogeräte für knapp die Hälfte aller Wohnungsbrände verantwortlich und können daher vor allem im Schlaf zur tödlichen Falle werden. Da offensichtlich Leben an so einem kleinen Gerät hängen, spielt die Qualität logischerweise eine große Rolle.

Rauchmelder bei Stiftung Warentest: Die drei besten Modelle im Überblick

Zuletzt hat die Stiftung Warentest im Januar 2018 Rauchmelder gecheckt. Die Testsieger:

Fazit

Die kleinen Lebensretter sind bald Pflicht, sie sind zuverlässig und für kleines Geld zu haben. Die Testsieger-Rauchmelder kosten alle zwischen 20 und 30 Euro. So viel sollte einem die eigene Sicherheit absolut wert sein.

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