Prune-Belly-Syndrom: Baby wird ohne Bauchmuskeln geboren

26. Juli 2018 - 14:03 Uhr

Mutter sammelt Geld für eine OP

Der zweijährige Albert aus London kommt mit extrem faltiger Haut am Bauch zur Welt. Nur vier Tage nach seiner Geburt wird bei ihm das Prune-Belly-Syndrom (PBS) diagnostiziert. Eine seltene Krankheit, bei der die Bauchmuskeln fehlen. Um zu überleben, braucht der Kleine dringend eine Bauchmuskeltransplantation. Die Kosten für die Operation kann sich Alberts junge Mutter allerdings nicht leisten und sammelt nun Geld, damit ihr Sohn ein normales Leben führen kann.

Das Prune-Belly-Syndrom ist eine seltene Krankheit

Schon während der Schwangerschaft bemerken die Ärzte, dass mit dem Baby von Irina Crete etwas nicht stimmt. Doch sie können nicht genau sagen, was und raten der werdenden Mutter zur Abtreibung. Das kommt für Irina aber nicht in Frage. Als der kleine Albert geboren wird, ist sein Körper mit Falten bedeckt, vor allem am Bauch. Vier Tage nach der Geburt die Diagnose: Albert hat das Prune-Belly-Syndrom. Ein Schock für die junge Mutter.

Das PBS, auch Bauchdeckenaplasie-Syndrom genannt, ist eine seltene angeborene Erkrankung. Dabei sind die Bauchmuskeln unterentwickelt oder fehlen komplett. Zudem leiden die männlichen Betroffenen an ein- oder beidseitigen Fehlständen des Hodens, bei denen sich der Hoden vorübergehend oder dauerhaft außerhalb des Hodensacks befindet. Weiterhin sind die Harnwege deformiert, sodass es beim Wasserlassen zu Beschwerden kommt. Oftmals sind Nierendefekte das schwerwiegendste Symptom bei PBS. Weltweit betrifft die Erkrankung etwa einen von 40.000 Menschen. Mehr als 95 Prozent der Betroffenen sind Jungen. Die genaue Ursache des Prune-Belly-Syndroms ist bis heute nicht geklärt.

Bauchmuskeltransplantation könnte Albert (2) helfen

Eine Operation, bei der Muskeln vom Oberschenkel des Kindes genommen und in die Bauchmuskeln transplantiert werden, könnte dem kleinen Albert helfen. Die Operation ist allerdings nur in den USA möglich und kostet rund 60.000 Euro. Da Irina das Geld selbst nicht aufbringen kann, sammelt sie jetzt Spenden.