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Polizei krallt sich Autoposer in Hamburg

Dreimal so laut und doppelt so schnell

Polizei krallt sich Autoposer in Hamburg

Kontrollgruppe "Autoposer" im Einsatz
Die Kontrollgruppe "Autoposer" nimmt einem Fahrer die Autoschlüssel ab. Foto: Georg Wendt/Archiv
deutsche presse agentur

Zahlreiche Mängel an Fahrzeugen

Sie donnern durch Hamburg, sind viel zu laut und zu schnell. Die Dienstgruppe "Autoposer" hat am Wochenende umfangreich in der Hansestadt kontrolliert. Beamte haben deshalb acht Fahrzeuge sichergestellt und bei 12 Fahrzeugen die Betriebserlaubnis entzogen.

Yamaha mit 98 Dezibel unterwegs

Nicht nur zu schnell, sondern ihre Motorräder waren teilweise auch lauter als eine Holzfräsmaschine: Ein 18-Jähriger hatte laut Mitteilung der Polizei an seiner Yamaha einen sogenannten dB-Killer entfernt, sodass das Fahrzeug ein Standgeräusch von 98 dB(A) erreichte. Damit erlischt die Betriebserlaubnis und die Beamten mussten das Motorrad sicherstellen, genauso wie beim Fall des 34-Jährigen, an dessen Kawasaki die Abgasanlage und der Lenker nicht eingetragen waren. Gegen beide Fahrer läuft nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Mit 100 Km/h über die Reeperbahn

Ein bereits der Polizei bekannter 19-Jähriger ist mit seinem BMW und einem illegal verbauten Soundmodul auf St. Pauli aufgefallen. Dazu bretterte ein 27-Jähriger mit seinem Mercedes mit etwa 100 km/h über die Reeperbahn. Beide Fahrzeuge stellten die Beamten sicher. Auch ein 20-jähriger Fahrer eines anderen BMW hatte an seinem Auto technische Veränderungen vorgenommen und einfach die Abgasanlage durch ein Edelstahlrohr ersetzt. Dieses Fahrzeug erreichte bereits im Stand eine dreifach höhere Geräuschentwicklung.

Insgesamt überprüften die Beamten in Hamburg am Freitag und Samstag 30 Fahrzeuge. (dpa/nid)