Eine Psychologin erklärtPhänomen „Hangry”: Was tun, wenn der Hunger stresst?

„Es nervt, es nervt, es nervt einfach!”
Drei Tage haben die Dschungel-Camper gerade mal hinter sich gebracht und schon geht es los mit den ersten Zickereien. Wie ihr im Video oben sehen könnt, schießt Lilly Becker am Lagerfeuer gegen Sam Dylan. Der Grund: Zum wiederholten Male kommt der nach einer Dschungelprüfung ohne Sterne zurück ins Camp. Die Konsequenz: kein Essen – außer der üblichen Kombination aus Reis und Bohnen. Laut ihrer Managerin sei Lilly Becker genau aus diesem Grund so launig. Aber kann das wirklich sein?

„Hangry”: Der Körper im Energiesparmodus

Die Antwort lautet: ja! Für die schlechte Laune aufgrund von Hunger gibt es im Englischen sogar einen Begriff: „hangry”. Das Wort ist eine Kombination aus den englischen Wörtern „hungry”, also hungrig, und „angry”, zu Deutsch: wütend.

Aber warum werden wir eigentlich wütend, wenn wir hungrig sind? Wenn wir, so wie die Dschungel-Camper, wenig Nahrung zu uns nehmen, schaltet unser Körper auf Energiesparmodus. In einem früheren RTL-Interview erklärte Psychologin Rüya Kocalevent: „Wenn wir hungrig sind, fährt unser Körper runter und sorgt dafür, dass die zentralen Organe versorgt werden.” Unser Gehirn hat dann schlichtweg Besseres zu tun, als Emotionen zu steuern. Bedeutet: Schlechte Laune hat leichtes Spiel. Hält der Hunger länger an, kommen Stresshormone dazu, die den Körper in einen Alarmzustand versetzen und nochmal mehr auf die Stimmung drücken.

Gemütszustand „hangry”: Was hilft gegen die schlechte Laune wegen Hunger?

Dem Gemütszustand „hangry” müssen wir uns jedoch nicht einfach so hingeben. Wie die Psychologin verrät, können wir mit den folgenden Tipps steuern, wie wir uns fühlen.

Tipp 1: Den Stressor identifizieren
Im ersten Schritt sollte man sich selbst die Frage beantworten „Was stresst mich gerade konkret?” Das helfe dabei, von der emotionalen wieder auf die rationale Ebene zu gelangen.

Tipp 2: Aktiv werden
Sich Hilfe zu holen oder die Sichtweise zu verändern, könne ebenfalls helfen. Den Dschungelcampern könnte es beispielsweise helfen, mit den Mit-Campern darüber zu sprechen, was sie gerade frustriert.

Tipp 3: Das Positive sehen
In jeder vermeintlich noch so negativen Situation steckt immer auch etwas Positives. Die Expertin empfiehlt daher, sich diese vor Augen zu führen, wenn die Laune ins Negative abzurutschen droht.

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Traubenzucker als Beziehungsretter

Der letzte Tipp bleibt den Campern im Dschungel zwar verwehrt, doch euch kann er vor der ein oder anderen Attacke bewahren: Wer von sich oder seinem Partner weiß, dass er oder sie anfällig für schlechte Laune durch Hunger ist, kann ganz einfach vorsorgen. Am besten immer einen kleinen Snack in der Tasche haben. Traubenzucker beispielsweise gelangt besonders schnell ins Blut – und kann so effektiv das soziale Umfeld schützen.

Das Interview mit Psychologin Rüya Kocalevent wurde bereits 2020 im Rahmen des Dschungelcamps geführt.

„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ bei RTL+ streamen

RTL zeigt die 18. Staffel des Dschungelcamps jeden Tag live um 20.15 Uhr im Free-Tv. Ihr habt eine Folge verpasst oder möchtet bestimmte Szenen nochmal sehen? Auf RTL+ könnt ihr alle Folgen der aktuellen Dschungelcamp-Staffel jederzeit nachgucken.