Futuristischer oder tierfreundlicher Gedanke?

PETA fordert: Roboter-Delfine statt echten Meeressäugern im Zoo!

Ein Delfin schwimmt im Delfinarium im Tiergarten in Nürnberg. Nach PETA soll das bald ein Ende haben.
Ein Delfin schwimmt im Delfinarium im Tiergarten in Nürnberg. Nach PETA soll das bald ein Ende haben.
© deutsche presse agentur

03. September 2021 - 7:12 Uhr

Nürnberger Delfinarium steht in der Kritik

Seit 50 Jahren ist das Delfinarium im Nürnberger Tiergarten Kult! Die süßen und schönen Tiere sind die Stars für Groß und Klein. Und genau da liegt für die Tierschutzorganisation PETA das Problem. Meeresbiologin Dr. Tanja Breining spricht von einem Verbrechen: "In Gefangenschaft gibt es nur enge, kahle Betonbecken und unnatürliche Shows. Diese hochintelligenten und sozialen Tiere aus kommerziellen Gründen ihrer Freiheit und ihres selbstbestimmten Lebens zu berauben, ist ein moralisches Verbrechen."

PETA bietet 50.000 Euro für die Freiheit der Tiere

Aber statt nur zu kritisieren, bietet PETA einen Deal an. Der Tiergarten soll von echten Delfinen auf Roboter-Delfine umsteigen. Dafür bietet die Tierschutzorganisation auch 50.000 Euro zur Anschaffung, wie nordbayern.de berichtet. Guter Vorschlag, nur leider hat die Sache einen Haken: Dieses Angebot ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn so ein Delfin-Roboter kostet mal eben 23 Millionen Euro. Den ersten Prototyp bietet die amerikanische Firma "Edge Innovations". Die 50.000 Euro Angebot würden gerade mal 1/460 des Roboters decken.

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Tiergarten-Direktor lehnt Angebot ab

Darüber hinaus hält Tiergarten-Direktor Dag Encke die Idee für Schwachsinn, wie nordbayern.de zitiert: ""Wir zeigen keine virtuelle Welt, wir sind kein Kino. Wir sind eine Naturschutz-Institution und beschäftigen uns mit lebendigen Tieren, nicht mit Plastik." Scheint, als würde dieser Kampf auf dem Rücken der liebenswerten Meeresbewohner ausgetragen werden. (gas)