Persönlicher Inflationsrechner zeigt

So hart sind Sie von den Preissteigerungen betroffen

Der persönlicher Inflationsrechner vergleicht die Preissteigerungen.
Der persönlicher Inflationsrechner vergleicht die Preissteigerungen.
© dpa, Annette Riedl, adl fdt vco

11. Januar 2022 - 13:37 Uhr

Persönliche Inflation vergleichen

Jeden Monat werden wir mit Inflationszahlen gefüttert. Energie ist deutlich teurer geworden, das ist inzwischen in jedem Haushalt und in jedem Unternehmen persönlich angekommen. Aber was bedeuten die Zahlen für jeden von uns persönlich? Das Statistische Bundesamt hat jetzt einen persönlichen Inflationsrechner herausgegeben. Mit diesem kann jeder die amtliche und die persönliche Inflation vergleichen.

Inflationsrate zuletzt bei 5,3 Prozent

Ob beim Einkauf im Supermarkt, beim Tanken oder Öffnen der Stromrechnung – überall muss man erstmal durchatmen beim Blick auf die Rechnung. Die Preise steigen unaufhaltsam und in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Das Statistische Bundesamt hat die aktuellen Inflationszahlen herausgegeben und sie bestätigen, was inzwischen jeder von uns täglich spürt: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise im Dezember 2021 um voraussichtlich 5,3 Prozent gestiegen. Ein echter Preis-Schock geht durchs ganze Land. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2021 voraussichtlich bei 3,1 Prozent liegen.

Laut dem Statistischen Bundesamt, das auch die Inflationszahlen für ganz Deutschland herausgibt, ist Inflation allerdings kein feststehender Begriff. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist damit ein über mehrere Perioden anhaltender Anstieg des Preisniveaus gemeint. Die Inflation kann unter anderem anhand des Verbraucherpreisindex für Deutschland (VPI) gemessen werden. Diesen berechnet und veröffentlicht das Statistische Bundesamt monatlich.

Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Die prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahreszeitraum wird oft als Inflationsrate bezeichnet. Sie ist ein Maßstab dafür, wie sich innerhalb eines Jahres die Preise für private Verbrauchsausgaben in Deutschland im Durchschnitt verändern. Dafür werden auch die Begriffe "Teuerung" beziehungsweise "Teuerungsrate".

Wer kein Auto hat, gibt kein Geld für Kraftststoff aus

Wie stark ein einzelner Haushalt von der Inflation betroffen ist, hängt immer davon ab, wie viel Geld er für welche Güter ausgibt. Wer zum Beispiel kein Auto hat, wird auch kein Geld für Kraftstoffe und Fahrzeugwartung ausgeben – diese gehören aber zum Warenkorb des Verbraucherpreisindex.

Der persönliche Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes bietet die Möglichkeit, einzelne Güterbereiche entsprechend des eigenen Verbrauchsverhaltens anzupassen und eine persönliche Inflationsrate zu berechnen. (destatis/aze)