Mit fast sieben Metern ins Olympia-Finale

Weitspringerin Malaika Mihambo auf Gold-Kurs

Olympic Games, Olympische Spiele, Olympia, OS 01.08.2021 Malaika Mihambo of Germany reacts delighted after her final at
Olympic Games, Olympische Spiele, Olympia, OS 01.08.2021 Malaika Mihambo of Germany reacts delighted after her final at
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01. August 2021 - 15:40 Uhr

Mihambo zur richtigen Zeit in Top-.Form

Deutschlands Gold-Hoffnung Malaika Mihambo ist in Tokio an die Sieben-Meter-Marke gesprungen und ins Olympia-Finale eingezogen. Die Weltmeisterin von 2019 qualifizierte sich im Glutofen Olympiastadion mit einer Saisonbestleistung von 6,98 Metern im dritten Versuch für die Medaillenkämpfe.

Aller guten Dinge sind drei

Malaika Mihambo zitterte im Glutofen von Tokio - und hatte nach der Weitsprung-Qualifikation doch gut lachen. Und das gleich aus zwei Gründen. Mit 6,98 m flog die Weltmeisterin so weit wie noch nie in diesem Olympia-Jahr.

Bei 39 Grad Hitze hatte Mihambo erst 6,64 m hingelegt, dann 6,56 m - zwei schwache Sprünge. Aber aller guten Dinge waren bei Deutschlands Sportlerin des Jahres ja schon öfter drei - und nun zeigte Mihambo erneut im dritten Versuch, dass der Traum von Gold für sie trotz einer durchwachsenen Saison mehr denn je lebt. "Das war das, was ich schon die ganze Saison gesagt habe: Wenn ich mal einen auf dem Brett treffe, passt das auch von der Weite her", sagte Mihambo, die in diesem Jahr so sehr mit ihrem Anlauf-Rhythmus kämpft: "Es war gut, durch die schwere Saisonphase immer den Kopf oben behalten zu haben."

Mihambo will "mit einem Strahlen vom Platz gehen"

Als insgesamt Zweitbeste hinter der Serbin Ivana Spanovic (7,00) und vor London-Olympiasiegerin Brittney Reese aus den USA (6,86) zog Mihambo in das große Finale am Dienstag ein. "Mein Ziel wäre, dass ich danach ein sehr glückliches Gefühl in mir habe", sagte Mihambo, die schon bei der EM 2018 und der WM 2019 mit ihren dritten Sprüngen jeweils Gold gesichert hatte: "Ich werde mein Bestes dafür geben, dass ich mit einem Strahlen vom Platz gehen kann."

Ihre Schwerelosigkeit aus dem Jahr 2019, als ihr alles gelang, hatte die 27-Jährige ja bekanntlich verloren. Um sich zu schonen, sprang Mihambo im Jahr 2020 nur aus 16 statt 20 Schritten Anlauf. Nach der Umstellung für Olympia fehlte ihr bisher das richtige Timing vor dem Absprung, mal trat sie über, dann war sie wieder viel zu weit weg vom Brett.

Nun scheint Mihambo, die Vierte von Rio, genau zum richtigen Zeitpunkt wieder in bester Verfassung zu sein. Wenn sie das Brett trifft, war "ich mir sicher, dass die Weiten dann auch kommen", sagte Mihambo, die auch nach dem Finale etwas zum Lachen haben will: "Von daher ist es eine Selbstbestätigung, aber ich hatte keinen Zweifel daran." (sid/dpa/mli)