Bester Ritt des Tages

Deutsche Dressurreiterin legt Top-Auftakt hin

Jessica von Bredow-Werndl.
Jessica von Bredow-Werndl.
© REUTERS, ALKIS KONSTANTINIDIS, yh

24. Juli 2021 - 16:03 Uhr

Tagessieg im Grand Prix

Das deutsche Dressurreiter-Team ist eine der großen Gold-Hoffnungen bei den Olympischen Spielen. Der Start verlief vielversprechend: Die erste deutsche Reiterin holte am ersten Tag das beste Ergebnis.

"Es war einfach ein Genuss mit ganz vielen Höhepunkten"

Jessica von Bredow-Werndl hat bei den Olympischen Spielen in Tokio am Samstag für einen glänzenden Auftakt der deutschen Dressur-Mannschaft gesorgt. Die 35-Jährige aus Tuntenhausen zeigte mit ihrer Stute Dalera den besten Ritt des Tages. Für den Grand Prix erhielt sie 84,379 Prozentpunkte. Das zweitbeste Ergebnis erzielte Cathrine Dufour aus Dänemark mit Bohemian (81,056). Der Grand Prix ist die Qualifikation für den Teamwettbewerb am Dienstag und das Einzel am Mittwoch.

Viel Lob für Jessica von Bredow-Werndl und Dalera

Tokyo 2020 Olympics - Dressage - Individual - Grand Prix - Day 1 - Groups A/B/C - Equestrian Park - Tokyo, Japan - July 24, 2021. Jessica von Bredow-Werndl of Germany on her horse TSF Dalera reacts after competing. REUTERS/Alkis Konstantinidis
Luftküsschen nach dem Auftritt.
© REUTERS, ALKIS KONSTANTINIDIS, GOLY EDITOR

"Wie die Fußballer sagen: Wir sind gut ins Turnier gekommen", kommentierte Dressur-Equipechef Klaus Roeser. "So kann es weitergehen." Am Sonntag reiten Dorothee Schneider aus Framersheim mit Showtime und Isabell Werth aus Rheinberg mit Bella Rose in der zweiten Hälfte des Starterfeldes für das deutsche Team.

Begeistert war auch Bundestrainerin Monica Theodorescu. "Für mich war das der beste Grand Prix bisher, den Jessi und Dalera gezeigt haben: schön geschlossen und schwungvoll, das Pferd während der ganzen Prüfung wundervoll im Genick und zufrieden kauend», kommentierte die Trainerin. "Es war einfach ein Genuss mit ganz vielen Höhepunkten und, wie man so auf Neudeutsch sagt, sehr schön im Flow." Roeser lobte: "Das war Spitzenklasse. Der Ritt war aus meiner Sicht absolut fehlerlos."

Die Mannschaften bestehen nach dem neuen olympischen Reglement in Tokio - anders als bisher - nur aus drei Paaren. Alle Ergebnisse zählen, das bei EM und WM übliche Streichergebnis entfällt. (msc/dpa)