Dabei ist er selbst noch ziemlich klein

Frühreifer Alpaka-Vater sorgt für Nachwuchs im Tierpark Nordhorn

Der kleine Alpaka-Hengst ist munter und wohlauf.
Der kleine Alpaka-Hengst ist munter und wohlauf.
© Franz Frieling

28. Januar 2022 - 11:14 Uhr

von Annika Redmer

Die einen gründen eher eine Familie und die anderen später: Im niedersächsischen Tierpark Nordhorn sorgte Alpaka-Hengst Pedro jedoch für sehr schnellen Nachwuchs, denn der Sprössling ist selbst gerade mal zwei Jahre alt – und jetzt schon Vater!

Junges Familienglück im Alpaka-Gehege

Als Pedro in den Tierpark eingezogen ist, hat wahrscheinlich keiner damit gerechnet, dass er bald Vater werden würde.
Als Pedro in den Tierpark eingezogen ist, hat wahrscheinlich keiner damit gerechnet, dass er bald Vater werden würde.
© Franz Frieling

Als der junge Alpaka-Hengst Pedro im Mai 2020 von Duisburg in den Tierpark Nordhorn gekommen ist, hat wahrscheinlich noch keiner mit seiner frühreifen "Begabung" gerechnet. Eigentlich werden die südamerikanischen Tiere erst im Alter von zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Dass das auch schon früher geht, hat Pedro nun auf jeden Fall bewiesen: Bereits im Alter von ein dreiviertel Jahren hat er sein frühreifes Talent entdeckt und genutzt. Etwa ein Jahr später, am 10. Januar 2022 wurde das Fohlen dann neben der Alpaka-Stute Clara gefunden. Und Pedro, der musste seine Vaterschaft auch nicht mit einem Test beweisen: "Es gibt nur einen Hengst in der Herde. Da ist es mit dem Herausfinden nicht sehr schwierig", erklärt Ina Deiting, Sprecherin des Tierparks gegenüber RTL-Nord.

Pedro hat seinen Job etwas früher erfüllt als erwartet

Vielleicht hat Pedro seine Aufgabe etwas zu ernst genommen, als er 2020 als neuer Deckhengst in den Tierpark Nordhorn eingezogen ist. Die anderen Alpaka-Damen hätten ihn bei der ersten Begegnung erstmals beäugt und die Stute Clara – die nun Mutter geworden ist – sogar bespuckt. Doch die anfängliche Skepsis zwischen den Alpaka-Weibchen und Pedro könnte sich endgültig gelegt haben: "Wir vermuten, dass er auch die anderen beiden Stuten dann gedeckt haben dürfte. Dass er es kann hat er ja nun bewiesen. Wir sind gespannt, ob noch mehr Fohlen kommen", erzählt Ina Deiting. Das kleine Alpaka-Fohlen, das bisher noch keinen Namen habe, sei auf jeden Fall munter, quietschfidel und wohlauf. Ob es noch Spielgefährten dazu bekommt, wird sich dann in den kommenden Monaten zeigen.