Hülkenberg zieht nach 1. IndyCar-Test Bilanz

„Das ist ein Lenkungs-Monster“

Nico Hülkenberg ist offziell Ersatzfahrer von Aston Martin.
Nico Hülkenberg ist offziell Ersatzfahrer von Aston Martin.
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26. Oktober 2021 - 14:25 Uhr

Hülkenberg will nach Test in die Mucki-Bude

Ex-Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg hat seine ersten Testrunden in einem IndyCar-Wagen absolviert. Am Montag fuhr der 34-Jährige in den USA im Renner von McLaren Arrow SP über den Kurs. Anschließend hob er vor allem ein Detail hervor.

"Es dauerte den Vormittag"

"Hulk" schnuppert erstmals IndyCar-Luft. 108 Runden spulte er im Barber Motorsports Park in Alabama im Wagen von McLaren Arrow SP ab. Die Vorfreude nach der lange Renn-Pause war riesig. Seit dem F1-Einsatz auf dem Nürburgring 2020 hatte Hülkenberg nicht mehr in einen Rennwagen gesessen.

Und im neuen Gefährt staunte er nicht schlecht. "Das ist ein Monster, ein Lenkrad-Monster. Ich muss definitiv meine Arme trainieren", sagte er zu "Racer" in Anspielung auf die fehlende Servo-Lenkung, die das Steuern im Indy-Car-Auto anstrengend macht.

"Es dauerte den Vormittag, bis ich mich an das neue Umfeld gewöhnt hatte", erklärte der 179-malige GP-Starter. "Es ist einfach anders als in einem F1-Wagen zu sitzen." Nachdem er sich eingeruckelt hatte, zog er ein positives Fazit:"Es war ein guter und erfolgreicher Tag, es hat Spaß gemacht."

Auch das Team ist zufrieden

Teampräsident Taylor Kiel zeigte sich ebenfalls begeistert. "Er hat diese Herausforderung angenommen und einen wirklich guten Job gemacht, er hat alles gemacht, was wir von ihm verlangt haben, und hat den ganzen Tag keinen einzigen Fehler gemacht", sagte der Teamboss bei "motorsport.com". "Es war ein guter Tag. Wir sind einfach Schritt für Schritt durch unser Programm gegangen, und es war eine Freude, mit ihm zu arbeiten."

Sehen wir Hülkenberg bald in der US-Rennserie? Das Team hat schon zwei Fahrer für die 2022er Saison bestätigt, im Raum steht zukünftig ein drittes Auto – dann wäre Hülkenberg eine Option.

Der Deutsche lässt sich diese Karriereroute offen: "Wenn der Weg in die Formel 1 verwehrt ist, dann ist IndyCar die beste Alternative. Die Rennen sind interessant, die Autos sind cool, die Fahrer scheinen Spaß zu haben", hatte er zuvor schon gesagt. (msc)