Kraft auch dank Sohnemann Charlie

Neun Monate nach Horror-Crash: So sieht Golf-Star Tiger Woods seine Zukunft

30. November 2021 - 20:17 Uhr

Neues Leben als Teilzeit-Golfstar

Vor neun Monaten erlitt Golf-Star Tiger Woods bei seinem Horror-Unfall zahlreiche offene Brüche am Bein. Nun hat sich der US-Amerikaner erstmals zu Wort gemeldet. Im Interview mit dem Fachmagazin "Golf Digest" (siehe Video oben) schildert der 45-Jährige, wie groß seine Sorge war, ein Bein zu verlieren – und wie ein Comeback auf den Golfplatz aussehen könnte.

Den alten Woods wird es so nicht mehr geben

"Ich denke, etwas das realistisch ist, ist eines Tages wieder auf der Tour zu spielen - niemals wieder Vollzeit - aber auszuwählen", sagte Woods. Er werde sich ein paar Turniere aussuchen und sich darauf vorbereiten. "Ich denke, so werde ich von nun an spielen müssen. Das ist eine unglückliche Wirklichkeit, aber es ist meine Wirklichkeit. Das verstehe ich und das akzeptiere ich."

Der fünfmalige Masters-Sieger, der im Krankenbett vor allem durch Sohn Charlie Kraft schöpfen durfte, betonte, er müsse keine Turniere mehr gewinnen, um ein gutes Leben zu haben. Nach seiner vorletzten Operation am Rücken habe er "noch ein weiteres Mal den Mount Everest besteigen müssen. Ich musste und ich habe es getan", sagte er mit Blick auf den sensationellen Sieg beim Masters 2019. "Dieses Mal habe ich nicht mehr den Körper, um den Mount Everest zu besteigen und das ist okay", so Woods.

Woods: "Bin noch nicht mal bei der Hälfte des Weges"

Woods war am 23. Februar in Los Angeles mit dem Auto von der Straße abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und dabei komplizierte Brüche am Bein erlitten. Er lag drei Wochen im Krankenhaus und danach weitere drei Monate in einem Krankenbett bei sich zu Hause in Florida, sagte er.

Erst vergangene Woche hatte Woods mit einem kurzen Video, das ihn auf einem Golfplatz beim Schlagen zeigt, für Aufregung gesorgt und die Hoffnung auf ein Comeback genährt. Bis zu seiner Genesung habe er aber noch einen weiten Weg zu gehen, sagte er nun: "Ich bin noch nicht mal bei der Hälfte des Weges." Aber zumindest ist er auf beiden Beinen unterwegs. (ssc/mli/dpa)