11. Mai 2019 - 16:44 Uhr

Bläulich-grün statt milchig-weiß

Als Jody Danielle Fisher aus Birmingham in England Milch für ihr Baby abpumpte, staunte sie nicht schlecht: Die Flüssigkeit schimmerte blau. Sie teilte das Bild auf Facebook und erklärte: Der Farbwechsel fand statt, weil ihre Tochter Nancy vor Kurzem geimpft wurde und ihr Körper nun die entsprechenden Antikörper produziere. Der Vorher-Nachher-Vergleich löste eine heftige Debatte über das Impfen aus – doch Jodys Haltung dazu ist klar.

„Das ist der Grund, warum ich immer noch stille“

In ihrem Post zeigt sich Jody fasziniert von der engen Verbindung zwischen Mama und Baby, die sich auch chemisch abspielt: "Die 'normale' Milch ist von dem Tag vor der Impfung, die 'blaue' von heute – zwei Tage danach. Wenn sie trinkt, sendet ihr Speichel Signale an meinen Körper, damit er mehr Milch mit den Antikörpern produziert, die speziell auf die Krankheit abgestimmt sind." Die junge Mutter freut sich: "Das ist einer der Gründe, warum ich noch stille. All diese guten Dinge und Nährstoffe bekommt man durch Formel- oder Kuhmilch nicht! Gut gemacht, Brüste!"

„Impfungen machen genau das, was sie sollen“

Schnell ging Jodys "magische Milch" viral; unzählige andere Mütter berichteten von ähnlichen Erlebnissen. Doch der Beitrag rief auch viele Impfgegner auf den Plan. Doch die junge Mutter stellt in einem Nachtrag klar: "Der ganze Sinn des Impfens ist, dass eine sehr, sehr abgeschwächte Variante von der Krankheit ausgelöst wird, gegen die das Kind später immun sein soll. Nutzt meinen Post nicht, um zu predigen, dass Impfungen giftig sind."

Auch den Kritikern, die eine andere Ursache hinter der blauen Färbung sehen, antwortet sie: "Meine Milch hat diese Farbe nicht durch das, was ich gegessen habe (keine Lebensmittelfarben, Ergänzungsmittel und kein grünes Gemüse). Sie hat immer nur dann diese Farbe, wenn meine Tochter krank ist."

Verfärbte Muttermilch bei krankem Baby: Ist das möglich?

Mallory Smothers' verfärbte Muttermilch
Auch Mallory Smothers' Muttermilch verfärbte sich, als ihr Baby krank wurde.
© Facebook/Mallory Smothers

Dass sich die Farbe der Milch je nach den Bedürfnissen des Kindes ändert, ist "nicht nur möglich, sonder sogar wahrscheinlich", sagte Jamil Abdur-Rahman, ein Gynäkologe am Vista East Medical Center in Waukegan (Illinois), dem Magazin "Self" bereits in einem ganz ähnlichen Fall, als eine Mutter ihre extrem dicke, gelbliche Milch präsentierte: "Wenn eine stillende Mutter oder ein Baby, das gestillt wird, krank werden, steigt der Anteil der infektionsbekämpfenden weißen Blutkörperchen in der Muttermilch um bis zu 94 Prozent."

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