EU setzt Plastik-Verbot durch

Diese Plastik-Alternativen gibt es für Trinkhalme und Co.

28. März 2019 - 11:09 Uhr

Für das Klima wird es höchste Zeit

Einweg-Plastik ist ab 2021 europaweit verboten – das hat das Europäische Parlament entschieden. Wattestäbchen, Trinkhalme oder Einwegbesteck soll dann aus den Supermarktregalen verschwinden und durch plastikfreie Alternativen ersetzt werden. Wir stellen schon jetzt praktische Alternativen zu Plastikverpackungen und Co. vor und zeigen im Video, wie einfach sich beispielsweise Bienenwachstücher Selbermachen lassen.

Praktische Alternativen zum Einweg-Plastik

Mittlerweile gibt es täuschend echte Plastik-Alternativen. Viele fühlen sich genauso an, riechen neutral und erfüllen den gleichen Zweck, haben aber den entscheidenden Vorteil: Sie sind biologisch abbaubar und schädigen unser Klima und die Umwelt daher nicht noch weiter.

1. Flüssiges Holz

Der Name klingt zunächst seltsam, doch der schon 1998 erfundene Rohstoff Arboform ist eine echte Alternative. Er besteht aus dem im Holz enthaltenen Stoff Lignin, der zusammen mit anderen Naturfasern wie Hanf zu der Allzweck-Waffe Flüssigholz verarbeitet werden kann. Besonders nachhaltig ist daran, dass Lignin ein Beiprodukt der Papierproduktion ist.

Mittlerweile werden aus Flüssigholz diverse Haushaltsprodukte und Verschalungen hergestellt.

2. Kompostierbares Geschirr

Plastikteller und Besteck werden verboten, können allerdings leicht durch kompostierbares Besteck ersetzt werden. Das gibt es bereits aus verschiedenen Rohstoffen, etwa aus anfallenden Abfallprodukten wie Schalen aus der Lebensmittelproduktion.

3. Gemüse-Kunststoff

In den Niederlanden ist seit 2018 ein täuschend echter Plastik-Doppelgänger auf dem Markt. Die Folie aus Milchsäure und Zucker ist durchsichtig und abbaubar und schützt ihren Inhalt dennoch luftdicht. In Deutschland ist das preisgekrönte Bio-Plastik noch nicht in Supermärkten zugelassen. Im Video zeigen wir, wie die ökologische Alternative entsteht.

4. Bambus-Zahnbürsten

Zahnbürsten werden im besten Fall für die Mundhygiene alle paar Wochen ausgetauscht. Für die Umwelt ist jede weggeworfene Zahnbürste aber ein harter Schlag. Doch mittlerweile gibt es nachhaltige Baumbuszahnbürsten in jedem Drogerie-Markt. Das Material baut sich schnell ab und verursacht dadurch weniger Plastikmüll.

5. Bienenwachs-Tücher

Anstatt schwer abbaubare Frischhaltefolie oder umweltschädliche Alufolie zu verwenden, können Verbraucher auf nachhaltige Bienenwachstücher umsteigen. Die lassen sich sogar leicht aus Bienenwachs und Baumwolltüchern selber machen. Andere Alternativen sind Schraubgläser, die den Inhalt sichtbar und frisch im Kühlschrank lagern. Auch Backpapier enthält entgegen seines Namens Plastik und lässt sich durch eine wiederverwendbare Dauerbackmatte ersetzen.

6. Trinkhalme

Es muss kein Plastik sein – der Handel hat sich schon länger auf nachhaltige Trinkhalme umgestellt. Alternativen aus Glas, Metall oder Holz lassen sich mit der meistens mitgelieferten Bürste leicht reinigen.