Hat er seine schwangere Geliebte getötet?

Mordverdacht: Boxer Felix Verdejo stellt sich der Polizei

Leichtgewichtsboxer Felix Verdejo steht unter Mordverdacht.
Leichtgewichtsboxer Felix Verdejo steht unter Mordverdacht.
© AP, Frank Franklin II, FF

03. Mai 2021 - 19:00 Uhr

Die Tote war wohl seine Geliebte

Aufstieg und Fall eines Sportstars: Der Profiboxer Felix Verdejo aus Puerto Rico soll seine schwangere Geliebte getötet haben. Am Sonntagabend stellte er sich der Polizei in San Juan. Verdejo ist Lateinamerikanischer Box-Meister und kämpfte 2012 sogar bei Olympia.

Dem Box-Champion könnte die Todesstrafe drohen

Das Foto zeigt Keishla Rodriguez Ortiz.
Keishla Rodriguez Ortiz's Körper wurde am Samstag in einer Lagune in San Juan gefunden.
© Instagram / bereliznichole

Der 27-jährige Profiboxer steht unter Mordverdacht. Vorgeworfen werden ihm Entführung mit Todesfolge und vorsätzliche Tötung eines ungeborenen Kindes. Im Falle einer Verurteilung könnte Verdejo die Todesstrafe drohen.

Nach den Schilderungen der Ermittler soll Verdejo seine 27-jährige Freundin Keishla Rodríguez Ortíz ins Gesicht geschlagen und ihr dann eine Spritze mit einer bisher unbekannten Substanz verabreicht haben. Danach habe er die schwangere Frau gefesselt und auf sie geschossen, ehe er sie von einer Brücke gestoßen haben soll. Die Behörden fanden die Leiche der Schwangeren in einer Lagune in San Juan – zwei Tage nachdem sie als vermisst gemeldet wurde.

Video: Verdjo stellt sich der Polizei

Der Profiboxer selbst hat sich bislang noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Sonntagnacht hat sich Verdejo den Ermittlern gestellt. Warum die junge Frau sterben musste, ist noch nicht bekannt.

Profiboxer hat Frau und Kind

Eigentlich ist der Profi-Boxer schon seit acht Jahren mit der Influencerin Eliz Marie Santiago Sierra verheiratet. Gemeinsam haben sie eine knapp dreijährige Tochter. Das Opfer Keishla Rodríguez Ortiz soll Verdejo seit Schulzeiten gekannt haben, sagte Keila Ortíz, die Mutter des Opfers, gegenüber "The Sun".

Mutter habe ihre Tochter vor Felix Verdejo gewarnt

Laut Ortíz soll Verdejo am Donnerstag zu ihrer Tochter gefahren sein, um das Ergebnis des Schwangerschaftstests zu sehen. Ortíz habe ihre Tochter gewarnt "vorsichtig zu sein. Er (Verdejo) hatte sie schon bedroht", zitiert die "Sun" die Mutter des Opfers. Denn Verdejo habe zu ihrer Tochter gesagt, sie solle das Baby nicht austragen aufgrund seiner Karriere und seiner Familie, so Ortiz.

Gerechtigkeit für Rodriguez gefordert

Die Trauer um Keishla Rodríguez Ortiz ist groß.
Die Trauer um Keishla Rodríguez Ortiz ist groß.
© imago

Nach dem Bekanntwerden des Todes versammelten sich hunderte Menschen am Fundort der Leiche, darunter auch die Schwester der Toten, um Gerechtigkeit für Rodriguez zu fordern.

Verdejos Promotionsfirma veröffentlicht Statement

Verdejo wurde seit 2012 von der US-Boxpromotionsfirma Top Rank gefördert. Am Sonntag (02.05.) veröffentlichte die Firma eine Erklärung: "Die Gedanken und Gebete von Top Rank sind bei der Familie und den Freunden von Keishla Marlen RodrÍguez OrtÍz und bei allen, die trauern. Wir sind zutiefst beunruhigt über die Nachrichtenberichte und wir werden die Entwicklungen in diesem Fall weiter verfolgen."

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