Olympiasiegerin teilt Schock-Foto

Mein Freund hat mich so zugerichtet!

Dieses Bild teilte Margaux Pinot in den sozialen Medien.
Dieses Bild teilte Margaux Pinot in den sozialen Medien.
© Screenshot: Instagram (margaux.pinot)

02. Dezember 2021 - 18:59 Uhr

Ein Foto schockiert das Netz

Das, was Judo-Olympiasiegerin Margaux Pinot jetzt in den sozialen Medien mit ihren Fans teilte, ist ganz starker Tobak. Die Französin postete eine Aufnahme ihres Gesichts, das schwer verbeult, ganz übel zugerichtet ist. Die 27-Jährige behauptet: Ihr Freund und Trainer Alain Schmitt habe sie verprügelt. Der aber wurde von einem Gericht freigesprochen – und behauptet, alles sei ganz anders gewesen.

"In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ich Opfer von häuslicher Gewalt durch meinen Freund und Trainer", schreibt Pinot, die bei Olympia in Tokio den Mixed-Wettbewerb gewann, bei Instagram. Er habe sie beleidigt, geschlagen, gewürgt. "Mein Kopf wurde mehrmals auf den Boden gehauen. Ich dachte, ich würde sterben. Das Judo hat mich wahrscheinlich gerettet."

Pinot gelang es nach eigenen Angaben, zu den Nachbarn zu flüchten, die die Polizei riefen. Mediziner stellten bei der Judoka später mehrere Verletzungen fest, darunter eine gebrochene Nase.

Schmitt freigesprochen

Am Mittwoch wurde Schmitt von einem Gericht freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft, die eine einjährige Bewährungsstrafe gefordert hatte, legte Berufung ein.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sahen die Richter nicht ausreichend viele Beweise für die Schuld des 38-Jährigen. "Wer mich kennt, weiß genau, dass ich keine Frau schlagen kann. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Frau geschlagen und es wird nie passieren", sagte Schmitt in einer Pressekonferenz. Er und Pinot führten allerdings "seit Jahren eine spezielle Beziehung, um ehrlich zu sein".

Schmitt, der gut sichtbar ein blaues Auge davongetragen hat, behauptet, alles habe sich so zugetragen an jenem Abend: "Sie fing richtig laut an zu schreien, sie ging auf mich los, packte mich am Kragen. Dann wich ich zurück und sie warf mich gegen den Türpfosten, ich schlug mir dabei den Kopf an."

Sie seien beim Kampf "rechts und links gegen Wände gestoßen, gegen einen Heizkörper", sagte Schmitt, Bronzemedaillengewinner bei der WM 2013. Auslöser des Streits soll gewesen sein, dass Schmitt Pinot mitteilte, Frankreich verlassen und die israelische Frauen-Nationalmannschaft trainieren zu wollen.

Pinot versteht angesichts des Freispruchs die Welt nicht mehr, wie sie in den sozialen Medien zum Ausdruck bringt: "Waren meine Wunden uns das Blut in meiner Wohnung nicht genug? Was musste noch passieren, damit er verurteilt wird? Am Ende vielleicht der Tod?" (sfu/sid)