2.000 neue Wörter durch die Corona-Pandemie

Leibniz-Institut stellt Corona-Wortschatz vor: Kennen Sie diese neuen Wörter?

Durch die Corona-Pandemie sind viele neue Wörter entstanden.
Durch die Corona-Pandemie sind viele neue Wörter entstanden.
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06. Dezember 2021 - 12:26 Uhr

2.000 neue Wörter - aber bleiben die uns erhalten?

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unseren Alltag deutlich verändert, sondern uns auch jede Menge neue Wörter beschert. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) hat jetzt die neu entstandenen Wortschöpfungen offiziell vorgestellt. Wir erklären, welche Wörter uns wohl noch länger begleiten werden.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Corona-Entwicklungen finden Sie jederzeit in unserem Live-Ticker

Rund 2.000 neue Wörter durch Corona-Pandemie

Das Jahr 2021 hat sprachlich gesehen im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) stellte am Montag neue Wörter rund um Corona vor, die in sein Neologismenwörterbuch einziehen könnten, wenn sie weiterhin im Sprachgebrauch sind. Neologismen sind bereits bestehende Wörter, die in einem anderen Kontext umgedeutet werden, Wortschöpfungen oder Anglizismen, die häufig genutzt werden.

Rund 2.000 Beiträge haben die IDS-Experten von "Abflachen der Kurve" bis zum "Zweitimpfling" im Bereich der Pandemie bereits zusammengestellt. Letzterer ist "eine Person, die sich durch wiederholte Vakzination gegen einen bestimmten Erreger vollständig immunisieren lässt". Ein Abflachen der Kurve wünscht man sich bei steigenden Corona-Infektionszahlen. Gute Aussichten, rasch in das Wörterbuch einzuziehen, hat die neue Corona-Variante Omikron.

Kennen Sie diese Corona-Wörter?

Hier eine Auswahl der neuen Wörter, die es laut IDS in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft haben:

RTL NEWS empfiehlt

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  • 3G-Nachweis
  • 200er-Inzidenz
  • Abstandsregel
  • Atemschutzmaske
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefon
  • Beherbergungsverbot
  • Bundesnotbremse
  • Coronahygienepauschale
  • Coronaimpfnachweis
  • coronagerecht
  • Distanzunterricht
  • Drive-In-Impfen
  • Einkaufswagenpflicht
  • Faceshield
  • freigetestet
  • Geistergastronomie
  • Heimarbeitspflicht
  • Hygienediktatur
  • Impfverweigerer
  • Impfprämie
  • Kreuzimpfung
  • Kontaktpersonennachverfolgung
  • Lockerungswelle
  • Lüftungskonzept
  • Mund-Nasen-Bedeckung
  • Maskenverstoß
  • New Normal
  • Onlinekonzert
  • Osterlockdown
  • pandemiegerecht
  • positivgetestet
  • Querdenkerbewegung
  • Quarantänehotel
  • Risikorückkehrer
  • Selbstisolierung
  • Sorgenherbst
  • Systemrelevanz
  • Teillockdown
  • vereinfachte Krankschreibung
  • vorbeiatmen
  • Wärmescanner
  • zoomen
  • Zwangslockdown

Auch das

Unwort des Jahres 2020

ist ein Begriff der Corona-Pademie.

Auch in anderen Bereichen haben sich neue Wörter gebildet

Auch aktuelle Trends, etwa bei Ernährung und Mode, bestimmen den Zugang neuer Wörter: Wer sich "rohvegan" ernährt, isst nur nicht erhitzte Nahrungsmittel und verzichtet auf tierische Produkte. Zur etwa bei Schauspieler Brad Pitt beliebten Haarmode gehört der «Männerdutt», der aus längeren Haaren lässig am Hinterkopf befestigt wird.

Auch zentrale gesellschaftliche Debatten zum Beispiel um die künftige Mobilität und technische Innovationen hinterlassen Spuren in unserem Wortschatz. Nach diesen suchen die Wissenschaftler in umfangreichen Textsammlungen. Sind die Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen, werden sie in die Sammlung des IDS aufgenommen, verschwinden aber daraus auch wieder, wenn sie nicht mehr benutzt werden. Die Mannheimer Linguistin Annette Klosa-Kückelhaus betont: "Ich fände es super, wenn wir mal Corona-Begriffe verlieren würden". (dpa/lra)