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Kevin Großkreutz im puren Glück: Aufstiegsnachricht crasht seinen Junggesellenabschied

Party, Party, Party!

Kevin Großkreutz: Aufstiegsnachricht crasht seinen Junggesellenabschied

Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller am 07.09.2018 im Signal Iduna Park in Dortmund Kevin Großkreutz lacht (BVB Allstars) *** Farewell match by Roman Weidenfeller on 07 09 2018 at Signal Iduna Park in Dortmund Kevin Grosskreutz laughs BVB Allstars M
Glücklicher Großkreutz.
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Als Kevin Großkreutz erfährt, dass seine aktuelle Mannschaft, die des TuS Bövinghausen aufgestiegen ist, da lässt es der Weltmeister von 2014 eigentlich gerade aus einem anderen Grund krachen. Der ehemalige Kultkicker von Borussia Dortmund, der nach der vergangenen Saison seine Profikarriere beendet hatte, ist mit seinen Freunden, unter ihnen ist Sänger Pietro Lombardi, in Köln und feiert seinen Junggesellenabschied. Als i-Tüpfelchen flattert dann auch die Nachricht des Patzers von Konkurrent DJK TuS Hordel in die Party.

Nun ist der Aufstieg des Dortmund Vorstadtklubs in die Oberliga, die fünfthöchste Spielklasse, alles andere als ein Wunder. Zu dominant hatte die Mannschaft des 33-Jährigen die Konkurrenz zerrupft, in 31 Spielen bislang gab es lediglich drei Niederlagen, 24 Partien wurden gewonnen, 89 Tore erzielt. Bövinghausen als den FC Bayern der Westfalenliga 2 zu bezeichnen, kommt der Wahrheit sehr nah, dürfte indes beim ewigen Herzens-Borussen Großkreutz nicht auf große Gegenliebe stoßen. Sei's drum. Der TuS, das war bereits vor der Saison klar, ist zu groß für diese Spielklasse. Und alles war auf den Aufstieg angelegt.

Neben dem Weltmeister hatte sich unter anderem auch David Odonkor dem Team angeschlossen, allerdings vorwiegend, um die Bereiche Marketing und Management voranzubringen, auf dem Feld agierte er der Rechtsaußen, der bei der WM 2006 seine Geschichte geschrieben hatte, nur noch als Teilzeitarbeiter. Das galt auch für den ehemaligen Profi Baris Özbek (unter anderem Union Berlin, MSV Duisburg und Galatasaray aktiv), der sich aber bereits während der Saison aus familiären Gründen wieder in die Türkei verabschiedet hatte.

Vor ein paar Jahren noch spielte "Bövi" in der Kreisliga, künftig dann in der fünfthöchsten Spielklasse. Gegner dort sind dann unter anderem die SG Wattenscheid 09, die Sportfreunde Siegen und der FC Gütersloh. Das klingt schon nach einem Hauch große Fußball-Welt. Nicht so groß wie BVB, der am Samstag höchst emotional aus der Saison gestolpert war. Der Mann hinter dem Erfolg des TuS ist Ajan Dzaferoski. Er hat diesen Top-Kader mit vielen Großkreutz-Freunden möglich gemacht. Man erzählt sich viele Geschichten in der Westfalenliga über die finanziellen Ressourcen des Mäzens, nicht alle schmeicheln dem Hotelbesitzer und Präsidenten des Vereins.

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Großkreutz ledert gegen Kritiker

Großkreutz, der nach zuletzt schwierigen Jahren im Profigeschäft nun mal wieder für erfreuliche Schlagzeilen liefert, feiert den Aufstieg mit einer emotionalen Botschaft bei Instagram: "Wir haben es geschafft, Aufstieg in die Oberliga. Riesen-Respekt an unsere Trainer und die Mannschaft - ihr habt es EUCH verdient", schrieb er und lederte dann auch noch gegen die Kritiker des bei der Konkurrenz in Dortmund extrem umstrittenen Fußball-Projekts: "Aussagen wie 'das ist keine Mannschaft', 'die packen das nicht' und so weiter: Niemand kennt uns, denn wir haben zusammengehalten und sind immer ruhig geblieben. Das ist einfach der verdiente Lohn."

Sebastian Tyrala, der Sven Thormann im November als Trainer abgelöst und damit für reichlich Wirbel in der Dortmunder Fußball-Szene gesorgt hatte, sagte dem "Reviersport" nach dem Erfolg: "Man darf den Aufstieg auf keinen Fall als Selbstverständlichkeit ansehen. Jeder hat uns immer gesagt, dass wir unbedingt aufsteigen müssen und dadurch entsteht natürlich auch ein gewisser Druck bei den Spielern. Wir haben in jedem Spiel viel zu kämpfen gehabt. Gegen uns war immer das ganze Dorf da und jedes Team hat gegen uns nochmal mehr gegeben." Das lief derweil stets friedlich und fair ab, wie sich Großkreutz in seinem Instagram-Post bedankte.

Auch der Klubboss war glücklich: "Der Aufstieg aus der Westfalenliga ist natürlich ein überragendes Gefühl und ich glaube auch, dass wir zu Recht Meister geworden sind. So eine Leistung erzielt man nicht von heute auf morgen und die Mannschaft muss weiterhin konstant bleiben und hart arbeiten. Wir haben den Aufstieg geschafft und das erfüllt uns mit Stolz. In der nächsten Saison spielen wir dann in der Oberliga und da müssen wir uns selbstverständlich erstmal zurechtfinden", bekannte Dzaferoski gegenüber dem "Reviersport". (tno)

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