Tierbilder wie vom ProfiKatzenfotos machen: Die besten Tipps für tolle Aufnahmen

Haustiere sind ein beliebtes Fotomotiv, dazu gehören natürlich auch Katzen. Die verspielten Fellnasen können allerdings sehr eigensinnig sein, weshalb es manchmal schwierig ist, schöne Momente festzuhalten. Wir zeigen Ihnen, wie Ihnen tolle Tierfotos gelingen.
Die Vorbereitung
Zwar können Sie auch schöne Aufnahmen mit dem Smartphone machen, dennoch empfiehlt es sich für professionell wirkende Katzenbilder zu einer Kamera zu greifen. Befassen Sie sich am besten vorher mit Ihrer Kamera und deren Einstellungsmöglichkeiten, um das beste aus Ihren Aufnahmen herauszuholen. Wählen Sie eine lichtstarke Festbrennweite und eine Blende von 2,8 oder weniger, damit die Bilder auch bei schlechterem Licht noch gut aussehen.
» Die Stiftung Warentest hat im Heft 12/2022 mehrere Kameras mit der Note „gut“ bewertet, darunter die Panasonic Lumix DC-G91M*
Zur guten Vorbereitung gehört weiterhin, dass Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie Ihre Katze zeigen möchten und auch deren Bedürfnisse oder Gewohnheiten dabei berücksichtigen. Wollen Sie Ihre Katze beim Spielen fotografieren? Soll ein schönes Portrait entstehen? Wo sollen die Bilder gemacht werden? Draußen in der Natur oder doch lieber im heimischen Wohnzimmer? Wenn Sie wenig Ideen für ein ästhetisches Katzenfoto haben, können Sie auch bei anderen Katzenbesitzern auf deren Instagram- oder Facebookseite schauen, um Ideen zu sammeln. Beachten Sie dabei jedoch, dass jede Katze anders ist. Was einer anderen Katze sehr leicht fällt, kann bei Ihrem Haustier regelrechte Fluchtinstinkte und andere negative Reaktionen hervorrufen.
Besser ist es daher, sich vorab mit der eigenen Katze zu beschäftigen:
Hat Ihr Stubentiger vielleicht besonders ausdrucksstarke Augen? Dann sollten Sie das in Ihren Aufnahmen hervorheben.
Auch die Lieblingsaktivitäten Ihrer Katze können ein guter Anhaltspunkt für schöne Fotos sein. Ist sie eher die Gemütliche, die gerne auf dem Sofa die Seele baumeln lässt oder sprüht sie nur so vor Lebensenergie und verbringt ihre Zeit am liebsten mit der Mäusejagd? Das Aktivitätslevel können Sie ebenso bei Ihren Fotomotiven berücksichtigen, die Sie für Ihre Katze auswählen.
Eine eher entspannte Katze eignet sich sehr gut für stimmungsvolle Portraitaufnahmen während eine sehr aktive Katze ruhig beim Herumtollen fotografiert werden kann.
Den passenden Hintergrund wählen
Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihre Katze bei allen Fotos gut zur Geltung kommt und möglichst im Mittelpunkt steht. Deswegen bietet es sich in der Regel an, einen möglichst neutralen Hintergrund zu wählen. Das betrifft auch die optimale Farbabstimmung.
Eine weiße Katze sollten Sie lieber nicht auf hellen Fließen fotografieren. Auch heben sich Fellnasen mit braun-rötlichem Fell nur unzureichend von herbstlichen Blättern ab. Schwarze Katzen sind eher schwierig bei abendlichem Licht zu fotografieren. Achten Sie daher auf ausreichend Farbkontraste zwischen Ihrer Katze und dem Hintergrund.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, den Hintergrund eher ruhig und neutral zu halten. Denn auch bei einer gemusterten Tapete (oder vielen verschiedenen Gegenständen im Bild) kann es passieren, dass Ihre Katze nicht genug zur Geltung kommt. Wählen Sie bei Indoor-Aufnahmen daher lieber eine weiße oder einfarbige Wand, einen Holzboden oder ein unifarbenes Sofa als Hintergrund für Ihr Katzenbild.
Bei Outdoor-Aufnahmen sollten Sie ebenso darauf achten, dass die Umgebung das anschließende Bild nicht überladen wirken lässt. Es bieten sich Motive wie eine grüne Wiese, ein Baum, eine Schneelandschaft oder ein langer Sandstrand sehr gut an.
» Sie haben schon das perfekte Katzenfoto geschossen? Glückwunsch! Die besten Bilder können Sie für ein Fotobuch oder persönliche Foto-Grußkarten nutzen.

Hilfsmittel einsetzen
Ob Kartons, Steine, Spielzeug: Der Einsatz verschiedener Hilfsmittel für Ihr perfektes Katzenfoto bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen freut es Ihren Stubentiger, wenn er etwas zum Spielen hat oder freudig in einen leeren Pappkarton springen kann. Zum anderen haben Sie so die Möglichkeit, tolle Fotos zu schießen. Setzen Sie auch kleine Leckerlis ein, um Ihre Katze bei Laune zu halten. Weitere tolle Hilfsmittel für ein gelungenes Katzenfoto sind zum Beispiel Federn, Strohballen, Stöcke und eine Katzenangel.
Tolle Portraitfotos schießen
Besonders ausdrucksstark wirken immer Porträtfotos. Dabei sollte der Hintergrund unscharf gestellt und der Fokus auf den Augen der Katze liegen. Das erreichen Sie am besten, wenn Sie die Blende im Modus A oder AV möglichst niedrig einstellen. Einige Kameras und auch Smartphones haben einen Portraitmodus. Mit diesem ist es sehr einfach, schöne und gestochen scharfe Aufnahmen von Ihrem Haustier zu machen. Wenn Ihre Smartphone-Kamera nicht über so eine Einstellung verfügt, können Sie sich auch eine App zur Reduzierung der Tiefenschärfe herunterladen oder den Hintergrund im Nachhinein unscharf bearbeiten.

Katze auf Augenhöhe fotografieren
Ein besonders wichtiger Tipp besteht darin, die Katze auf Augenhöhe zu fotografieren. Tun Sie das nicht, wirkt Ihr Stubentiger sehr klein im Vergleich zur Umgebung und kommt nur unzureichend zur Geltung. Damit nicht die Umgebung, sondern Ihre Katze im Mittelpunkt der Aufnahme steht, sollten Sie diese aus ihrer Perspektive fotografieren. Begeben Sie sich also auf die Knie oder platzieren Sie Ihr Haustier etwas höher – etwa auf einem Tisch oder Kratzbaum. Besonders gut in Szene setzen Sie Ihre Katze, wenn Sie sich hinlegen.
Stubentiger in Action abbilden
Da Katzen Raubtiere mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt sind, wollen Besitzer dieses Verhalten natürlich auch oft festhalten. Aber auch so sind die Fellnasen sehr aktive Tiere, die oftmals nicht lange still sitzen wollen. Damit Ihnen auch tolle Fotos von Ihrer Katze gelingen, wenn diese läuft oder springt, sollten Sie die Verschlusszeit Ihrer Kamera sehr kurz einstellen auf mindestens 1/1000s. Alternativ können Sie – wenn vorhanden – auch den Sportmodus auswählen. Das empfiehlt sich bei Katzenbildern übrigens generell, weil die Tiere sich selbst beim Liegen oft plötzlich ruckartig bewegen.
Machen Sie am besten möglichst viele Bilder von Ihrer Katze, damit Sie anschließend die Möglichkeit haben, das beste Bild auszuwählen und eventuelle doch verwackelte Fotos aussortieren können.

Einen direkten Blick in die Kamera festhalten
Sehr schön und eindrucksvoll wirken Fotos, wenn die Katze direkt in die Kamera schaut. Um das bei Ihrem Liebling zu schaffen, müssen Sie allerdings nicht erst stundenlang geduldig auf den perfekten Moment warten. Es gibt ein paar Tricks, mit denen Sie es schaffen, dass Ihre Katze direkt in die Kameralinse schaut. Locken Sie Ihr Haustier zum Beispiel mit einem Leckerli, das Sie in Richtung Kamera führen. Da Katzen sehr neugierig sind, können Sie es außerdem mit Klickgeräuschen versuchen und dabei auf das Gehäuse Ihrer Kamera klopfen. Ihre Katze wird so sehr leicht aufmerksam und lenkt ihren Blick in Richtung Kameralinse.
Wenn Sie nicht alleine sind, dann können Sie sich auch einen Assistenten zur Hilfe holen, um einen Kamerablick Ihrer Fellnase einzufangen. Befestigen Sie das Lieblingsspielzeug Ihrer Katze an einen Stab. Während Sie Ihre Kamera in den Händen halten, lenkt die andere Person die Aufmerksamkeit der Katze auf das Spielzeug. Dann wird der Stab ruckartig in Richtung Kameralinse geschwenkt und Sie können auf den Auslöser drücken um den perfekten Moment festzuhalten.

Schwarze und weiße Katzen originalgetreu fotografieren
Bei schwarzen und weißen Katzen kann ein schönes Foto echt eine Herausforderung sein. Das liegt daran, dass die Fellfarbe durch die Kamera oftmals nicht originalgetreu wieder gegeben wird. So kann eine schwarze Katze auf den Fotos plötzlich grau wirken. Weißes Fell wirkt teilweise eher leicht gräulich und sieht somit etwas schmuddelig aus. Damit das nicht passiert, sollten Sie mit einer entsprechenden Belichtungskorrektur arbeiten. Bei schwarzen Katzen setzen Sie diese am besten ein wenig ins Minus, bei weißen Tieren können Sie ruhig für eine leichte Überlichtung sorgen.

Geduldig sein
Beim Fotografieren Ihrer Katze ist vor allem wichtig, Geduld zu bewahren. Nehmen Sie sich sowieso genügend Zeit, um wirklich ein gutes Foto von Ihrem Haustier zu schießen. Akzeptieren Sie auch, dass Ihre Katze nicht immer so will, wie Sie es gerade haben möchten. Wenn Sie plötzlich den Kopf wegzieht oder in Richtung Kamera läuft, dann sollten Sie das akzeptieren. Vielleicht ergibt sich ja auch aus einer ungeplanten Bewegung ein schönes Fotomotiv? Bewahren Sie also Ihre Nerven und haben Sie Geduld, denn Katzen können manchmal ganz schöne Sturköpfe sein.
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