Jenny echt gerecht: Birte Hanusrichter spielt Jenny Kramer

Birte Hanusrichter spielt die Jenny Kramer in "Jenny echt gerecht".
Birte Hanusrichter spielt die Jenny Kramer in "Jenny echt gerecht". © Der Freundschaftsdienst, MG RTL D / Christoph Assma

Die Rolle Jenny Kramer

Die 32-Jährige Jenny Kramer hat zwar eine scharfe Zunge, aber ein Herz aus Gold. Sie müsste einfach nur kurz nachdenken, bevor sie spricht und sie hätte schlagartig weniger Ärger mit ihren Mitmenschen. Aber das kann sie nicht. Bei Jenny muss alles immer sofort raus!

Jenny lässt sich nicht kleinkriegen

Trotz vieler Tiefschläge im Leben, lässt Jenny sich nicht kleinkriegen. Sie hat zwei Töchter (12 und 6 Jahre) für die sie alles tun würde. Die beiden Mädchen, die zwei unterschiedliche Väter haben, sind Jennys Lichtblick und Lebensantrieb. Auch wenn Jenny ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau abbrechen musste, als ihre erste Tochter unterwegs war, und die Arbeitswelt nicht gerade auf eine zweifache Mutter ohne Berufserfahrung wartet, kann sie sich immer auf ihre emotionale Intelligenz, ihren Menschenverstand und ihre Lebenserfahrung verlassen.

Jenny war noch nie länger als ein halbes Jahr irgendwo angestellt. Wenn sie das Arbeitsamt betritt, schlägt ihre Vermittlerin die Hände über den Kopf zusammen. Jenny ist ein hoffnungsloser Fall. Leistungsbereit – absolut! Anpassungsfähig – nur bedingt! Jenny kann sich nicht verstellen, sich verbiegen – und das lässt sie jeden Arbeitgeber, der sie nur ausnutzen will, auch deutlich spüren.

Mit dem Job als Anwaltsgehilfin wittert sie jedoch die Chance, ihr Potenzial endlich ausschöpfen zu können und für ihre Leistung respektiert zu werden. Dazu kommt ihr Drang, helfen zu wollen, wo immer sie Ungerechtigkeit verspürt. Wenn sie etwas nicht ausstehen kann, dann sind das Leute, die meinen, sie stünden über dem Gesetz, weil sie das Geld dazu haben. Jenny fühlt mit den Menschen mit, denen das Leben – wie bei ihr selbst – einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Und sie bringt eine unerschöpfliche Energie auf, wenn es darum geht, den vermeintlich Schwachen zu helfen. Ihr gelingt es, den Menschen Hoffnung zu machen, wo die Anwälte nur von mangelnden Erfolgsaussichten und fehlenden Präzedenzfällen reden. Sie hilft, wo andere weggucken – auch wenn sie dabei manchmal über das Ziel hinausschießt. Und als "Fish-out-of-water" schlägt sie sich auch ohne Jura-Studium und Paragraphen-Kenntnis in der Kanzlei sehr erfolgreich – was ihren neuen Chef Maximilian manchmal ganz schön auf die Palme bringt.

Als sie und Maximilian sich auch privat besser kennenlernen, entzündet sich eine kleine Flamme in ihr, die Jenny aber ganz schnell wieder auspustet. Erstens ist Maximilian mit Agnes zusammen, und zweitens will sie nicht noch einmal von einem Mann enttäuscht werden. Und dass Maximilian Ärger bedeutet, davon ist sie überzeugt!