Grundschullehrerin war vermutlich ein wahlloses Opfer

23-jährige Joggerin im Park totgeprügelt

23-Jährige trainierte ihre Fitness, weil sie teil einer Sportmannschaft war.
Irland: Joggerin Ashling Murphy getötet.
deutsche presse agentur

23-Jährige joggte am Ufer des Grand Canal in Irland als der Täter sie angriff

Ashling Murphy ging am Mittwochnachmittag am Ufer des Grand Canal in Tullamore, County Offaly (Irland), joggen. Das war ihr Todesurteil. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist die 23-Jährige scheinbar wahllos zu Tode geprügelt worden. Die Grundschullehrerin verstarb noch am Tatort. Nach dem Täter wird gefahndet.

Ashling Murphys letzte Worte zu ihrer Mutter waren: "Ich liebe dich"

Die 23-jährige Joggerin überlebte die Prügel-Attacke nicht.
Der Täter von Ashling Murphy griff die junge Frau am Grand Canal in Irland an.
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Die Eltern der 23-Jährigen sind am Boden zerstört. Im Interview mit „Sunday World“ sagen sie: "Ashling war unsere Jüngste, sie war ein Engel, sie war unser Fels." Und jetzt ist die junge Frau tot. Beim Joggen erschlagen, vermutlich wahllos.

Die Mutter Kathleen hält sich, laut dem Bericht der irischen Zeitung, an den letzten Worten ihrer Tochter fest, bevor die Grundschullehrerin am Morgen das Haus verließ: „Mama, ich liebe dich.“

Im Haus der Familie seien überall voller Stolz Fotos ihrer drei Kinder zu sehen, so der Reporter, der das Interview mit den Eltern führte. Jetzt versuchen sie darüber nachzudenken, wie das Leben ohne ihr jüngstes Kind sein wird, ihr kleines Mädchen, das gerade ihre Karriere als Lehrerin begonnen und ein ganzes Leben voller Möglichkeiten vor sich hatte.

Irischer Reporter im Interview mit Eltern der getöteten Joggerin

Ashling Murphy wurde vermutlich wahllos zu Tode geprügelt.
Trauernde legen Blumen am Tatort nieder.
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Ihr Vater Raymond soll dem irischen Reporter voller Tränen in den Augen erzählt haben, wie talentiert Ashling war: „Sie war zielstrebig, arbeitete sehr viel und war eine wunderbare Musikerin. Sie spielte Geige in einem Folklore Orchester und ging in ganz Irland und Großbritannien auf Tourneen.“

Auch der Schulleiter der Grundschule, an der Ashling arbeitete, drückte sein tiefes Mitgefühl aus. Sie hätte immer viel Freude in die Klassenräume gebracht und sei bei den Schülern sehr beliebt gewesen.

Ihr Vater Raymond erzählt im Interview, dass Ashling seit sie fünf Jahre alt war auch einen keltischen Mannschaftssport betrieb, Hurling. Die Mannschaft habe wieder angefangen zu trainieren und so wollte die 23-Jährige durch Jogging ihre Fitness verbessern, so auch am vergangenen Mittwoch.

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Irland: Mörder der 23-jährigen Joggerin noch immer nicht geschnappt

Gegen 16 Uhr wurde Ashling am Kanalufer brutal angegriffen und starb noch am Tatort. Zunächst wurde ein 40-Jähriger festgenommen und verhört, dieser sei später allerdings wieder freigelassen worden und gelte auch nicht mehr als verdächtig.

Die irische Polizei bittet um Zeugenhinweise und gab an, so lange zu suchen, bis der Täter gefunden sei. Noch gebe es keine Informationen darüber, ob das Opfer und ihr Mörder miteinander bekannt waren. Ein Beamter teilte in „Sunday World“ mit: „Wir glauben, dass dieses Verbrechen von einem Mann begangen wurde, der allein handelte."

Auch Online teilen viele Menschen ihre Trauer und Wut zu dem sinnlosen Tod der jungen Frau. Mit Hashtags wie: „#stopkillingwomen“ (zu Deutsch: stoppt die Frauenmorde) und „shewasgoingforarun“ (zu Deutsch: sie ging ‘nur’ joggen) drücken viele ihre Anteilnahme aus. (mca)