Es gibt nur noch 7 bis 8 Tiere auf der Welt

Seltene Aufnahme: Schwarzer Tiger in Indien entdeckt

Der "Schwarze Tiger" gehört zu den seltensten Tierarten der Welt.
© SOUMEN BAJPAYEE/CATERS NEWS

13. November 2020 - 10:07 Uhr

Tigerart kommt nur in Indien vor

Der Amateurfotograf Soumen Bajpayee muss fassungslos gewesen sein, als er zufällig in Odisha, Indien, diese seltene Tigerart vor die Linse bekam. Es handelt sich dabei um einen "Schwarzen Tiger", der nur im Bundesstaat Odisha vorkommt. Wissenschaftler vermuten, dass es derzeit nur noch sieben oder acht Exemplare dieser Tigerart gibt.

Ursache ist Melanismus

Der schwarze Tiger kommt im Dschungel des indischen Staates vor und wurde in der Vergangenheit selten gesehen. Die Art ist wegen eines Gendefekts bekannt. Es handelt sich dabei um Melanismus, eine sogenannte "Schwarzfärbung" des Fells, was bedeutet, dass ihre dicken schwarzen Streifen mit wenig Abstand das eigentlich orangefarbene Fell verbergen.

"Einzigartig" auf der Welt

Die schwarzen Tiger sind kleiner als andere ihrer Art und wurden erstmals 1990 in Indien gesichtet. Sie bleiben aufgrund der riesigen Wälder und des vielfältigen Lebensraums ausschließlich in Odisha.

Dr. Bivash Pandav, ein Wildtierexperte und Wissenschaftler am Wildlife Institute of India, sagte gegenüber der Times of India, er glaube, dass es im indischen Bundesstaat nur noch sieben bis acht schwarze Tiger gibt. Die schwarzen Tiger seien aufgrund ihrer genetischen Konstitution "einzigartig" auf der Welt und bekamen ihre dicken schwarzen Streifen womöglich durch Inzucht.

SOUMEN BAJPAYEE/CATERS NEWS - (PICTURED THE RARE BLACK TIGER ) - A lucky amateur photographer has captured an extremely rare 'black' tiger - only a handful of which are thought to exist. Soumen Bajpayee took the pictures of the melanistic tiger, also
Der Tiger wurde zufällig von einem Amateurfotografen entdeckt.
© SOUMEN BAJPAYEE/CATERS NEWS

Tiger-Population drastisch gesunken

Die Anzahl der seltenen Tiger ist laut einem Tiger Census Report 2018 in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Wildtierexperten behaupten, Wilderei habe die gesamte Tigerpopulation in Mitleidenschaft gezogen - sie haben es auf ihre Knochen, Krallen, Haut und Schnurrhaare abgesehen.

Aber das Forstamt in Odisha sagt, das Problem sei nicht Wilderei, sondern das Ergebnis einer wachsenden menschlichen Bevölkerung. Der höhere Urbanisierungsgrad verringert den Raum, in dem Tiger leben und brüten können .