Wie gefährlich ist die Hunde-Grippe für den Menschen?

Forscher warnen vor neuem Influenza-Virus bei Hunden

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5. April 2019 - 10:14 Uhr

Bedrohung für den Menschen?

Ist unserer bester Freund in allen Lebenslagen jetzt vielleicht Überträger eines gefährlichen Grippe-Virus? In Asien verbreitet sich zur Zeit ein neues Virus unter Hunden, der der Schweinegrippe ähnlich ist. Und der ist auch für den Menschen gefährlich. Forscher schlagen bereits Alarm und warnen vor einer neuen Epedemie.

Gefahr durch Kuscheln und Körperkontakt

Nach der Schweine- und Vogelgrippe droht jetzt die Gefahr einer Hunde-Grippe. Und die könnte sich sehr viel schneller ausbreiten, als die bisherigen Grippe-Viren, die von Nutztieren übertragen wurden. Das größte Problem ist nach Ansicht der Forscher, dass wir mit unseren Hunden natürlich sehr viel Körperkontakt haben. Und sich das gefährliche Virus dadurch sehr viel schneller verbreiten könnte. Außerdem könne eine Mutation der Erreger eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich machen und somit zu neuen Pandemien führen. Und nicht nur Hunde sind potentielle Überträger des gefährlichern Virus. Auch Katzen kommen als Virus-Wirte in Frage.

Nach Schweinegrippe nun die Hundegrippe?

Erste Errgerer des Canine Influenza-Virus (CIV) wurden bereits im Jahr 2000 in Asien und den USA entdeckt. Die Hunde hatten sich mit einer Mutation des Vogelgrippe-Virus H3N2 angesteckt. Dies geht aus einer Studie hervor, die im September 2018 auf den Seiten der US-Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie veröffentlicht wurde.

Das Problem: Viren verfügen über die Fähigkeit, immer wieder zu mutieren und sich an ihre Wirte anzupassen. Außerdem können in Erreger in Tieren so so mutieren, dass sie auch dem Menschen gefährlich werden. So wie es beispielsweise bei der Schweinegrippe der Fall war, die 2009 von der WHO zur Pandemie erklärt wurde und in Deutschland mehr als 250 Todesopfer verursachte. 

Typische Symptome einer Atemwegserkrankung

Zwölf Jahre später hat sich laut den Forschern aus dem Hundegrippevirus (CIV) und einem Erreger der Schweinegrippe ein neues Virus entwickelt. Seitdem haben sich die Fälle von infizierten Hunden in Südkorea, Thailand und China vermehrt, auch in den USA wurden erste Fälle bekannt. Dieser "CIVmv" genannte Erregerstamm könnte auch bei Menschen zu Symptomen wie Atemnot, Husten, Appetitverlust und Lethargie führen. Das haben die Forscher bei ihren Forschungen mit infizierten Hunden und Frettchen festgestellt. Zudem steckten die Tiere sich schnell unter einander an. Und genau darin sehen die Forscher eine lauernde Gefahr für eine Übertragung auf den Menschen.