Kumulieren und Pana...-was?

So funktioniert die Stimmabgabe bei der Kommunalwahl in Hessen

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12. März 2021 - 14:57 Uhr

Die Kommunalwahl in Hessen am 14. März 2021

Kommunalverwaltungen werden in Hessen alle fünf Jahre gewählt. Zeitlich gesehen also doch ein so großer Abstand, dass man Einzelheiten zum Wahlprozedere gerne mal wieder vergessen kann. Wie viele Stimmen habe ich? Wie war das noch mal mit dem Kumulieren und Panaschieren? Und was muss ich alles beachten, damit meine Stimmabgabe nicht ungültig wird? All diese Fragen klären wir noch einmal für Sie.

Wen wähle ich in der Kommunalwahl überhaupt?

In Zuge der hessischen Kommunalwahl wählen wir die Mitglieder der örtlichen Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen sowie der Ortsbeiräte. Je nachdem, wo gewählt wird, gibt es auch eine – anhand der Einwohnerzahl festgelegte – Anzahl an Stimmen, die vergeben werden können. Pro zu vergebenden Sitz von einem Ortsbeirat oder einem Kreistag erhält jeder Wahlberechtigte eine Stimme. So kann die Zahl der zu vergebenden Stimmen beispielsweise ziwschen 11 Stück in Cornberg und 93 Stimmen in Frankfurt schwanken.

Ganz simpel: Eine einzelne Partei über die Liste wählen

Wahlzettel Kommunalwahl Hessen
Wer seine Stimmen komplett einer Partei alleine geben möchte, der kann das mit einem einfachen Kreuz tun.
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Die Stimmzettel zur Kommunalwahl sind in der Regel in verschiedene Parteien und innerhalb der Parteien noch einmal in die gestellten Parteivertreter unterteilt. Wer es sich einfach machen möchte, der kann schlichtweg seine Lieblingspartei wählen. Aber Vorsicht: Kreuzt man mehr als eine Partei an, wird der Stimmzettel als ungültig gewertet. Sofern eine Partei gewählt wird, werden alle verfügbaren Stimmen von oben nach unten unter den Bewerbern der Partei aufgeteilt. Möchte man bestimmte Kandidaten in der Stimmenvergabe außen vor lassen, so kann man einzelne Namen auch durchstreichen.

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So geht's: Einzelne Kandidaten verschiedener Parteien wählen

Wahlzettel Kommunalwahl Hessen
Wer einzelne Kandidaten wählen möchte, kann das mit bis zu drei Stimmen pro Person tun.
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Sympathisiert man nicht ausschließlich nur mit einer Partei, dann gibt es auch die Möglichkeit, einzelne Kandidaten zu wählen. Einer Einzelperson können auf diese Weise bis zu drei Stimmen gegeben werden. Dieses "Häufen" der Stimmen auf eine Person nennt sich "Kumulieren". Von "Panaschieren" ist die Rede, wenn die verfügbaren Stimmen unter Bewerbern verschiedener Parteien aufgeteilt werden – auch das ist möglich.

Zu viele Stimmen für zu wenige Kandidaten - was dann?

Wählt man eine einzelne Partei, deren Bewerberanzahl die verfügbaren Stimmen unterschreitet – so also ein Überhang an verfügbaren Stimmen entsteht – verfallen diese Stimmen ganz einfach. Möchte man allerdings von all seinen Stimmen Gebrauch machen, muss man panaschieren, sprich, die restlichen Stimmen auf Bewerber anderer Parteien aufteilen.