HeizkostenabrechnungAblesegerät an Heizung oft ungenau
Vor allem die Heizkostenverteiler mit einem Röhrchen, sogenannte Verdunster, sind umstritten, wurden eigentlich für alte Heizanlagen entwickelt, die sehr heiß werden. Die Flüssigkeit verdampft aber auch ohne zu heizen, zum Beispiel bei direkter Sonneneinstrahlung.
Die Heizkostenverteiler mit Verdunster entsprechen auch nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Wer feststellt, dass er noch einen Verdunster an der Heizung hängen hat, sollte beim Vermieter nachfragen, warum. Auch für die Abrechnung kann jeder Mieter eine Begründung einfordern. Bei begründetem Zweifel hat der Verbraucher das Recht, 15 Prozent der Heizkosten einzubehalten.
Besser als die Verdunster sollen die elektronischen Heizkostenverteiler sein. Aber auch die können für böse Überraschungen sorgen. Hier führen oftmals falsch gelegte Kabel zu einer fehlerhaften Heizkostenerfassung. Denn durch den Stromfluss können sich die Kabel selbst erwärmen, so Experten. Und auch die fehlerhafte Installation der elektronischen Heizkostenverteiler kann zu Messfehler führen.
Damit Mieter die Fehlerquote gering halten, empfiehlt die Berliner Mietergemeinschaft folgende Punkte zu beachten:
1. Verhindern , dass die Heizkostenverteiler im Sommer direkt von der Sonne bestrahlt werden.
2. Wärmestau durch Wäsche auf den Heizkörpern, Heizkörperverkleidungen, dicht stehende Möbel oder Vorhänge verhindern.
3. Keine Wärmequellen wie Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Heizstrahler oder Lampen vor die Heizkörper stellen.
4. Gleichmäßig heizen und möglichst ohne die Höchsttemperatur des Heizkörpers zu erreichen.
5. Darauf achten, dass die Heizkostenverteiler mittig auf 75 % der Heizkörperbauhöhe montiert sind.
6. Beschädigungen unverzüglich dem Vermieter mitteilen.