Bewegung und Beschäftigung

Gutes Katzenspielzeug finden: Mit Samtpfoten spielen - aber richtig

01. August 2019 - 15:52 Uhr

Raus aus der Langeweile – rein ins Spielvergnügen mit der Katze

Wohnungskatzen wird schnell langweilig, denn sie können nicht draußen herumstreunen und jagen wie ihre Arztgenossen mit Freigang. Hat die Samtpfote nicht genügend Abwechslung, dann können Möbel, Teppiche, Zimmerpflanzen oder Tapeten den scharfen Krallen schnell zum Opfer fallen. Katzen müssen beschäftigt werden, sonst gehen sie sprichwörtlich die Wände hoch. Um diese zu schonen, sollten Sie ihrem Stubentiger einen Kratzbaum mit Flächen aus Wellpappe, Filz oder Sisal* gönnen.

Katzenspielzeug sollte den Jagdtrieb ansprechen

Katzenspielzeug: Spielen mach Spaß!
Spielen mach Spaß - auch Katzen!

Lauern, anschleichen, verfolgen: Katzen kommen mit der Lust am Jagen auf die Welt. Ein gutes Katzenspielzeug sollte daher ein Beutetier imitieren. Alles, was zappelt und/oder Geräusche macht ist interessant, denn "tote" Beute ist langweilig. Zudem sollte das Spielzeug nicht zu groß sein. Kleine Mäuse aus Fell* oder Filz, Bällchen aus Vollgummi oder Sisal, kleine Kissen mit Baldrian* oder Katzenminze gefüllt oder auch elektronische Käfer*, Spinnen oder eine Aufziehmaus können das Interesse Ihres Vierbeiners wecken.

Aber Vorsicht! Bei Draht-, Glas-, Metall- oder Kunststoffteilen in Fell-Spielzeug und Spielzeug aus Hartplastik besteht die Gefahr, dass Ihre Katze sich verletzt. Dasselbe gilt für giftige, scharfkantige Materialien, die angenagt, zerbissen und in Teilen verschluckt werden können. Ganz besonders warnt "Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT)" vor Laserpointern, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Ihr Liebling kann sich an der Netzhaut verletzen - Mensch und Tier können durch den Strahl sogar erblinden.

Jede Katze hat ihre Spiel-Vorlieben

Katzenspielzeug: Einer reinen Wohnungskatze wird schnell langweilig
Einer reinen Wohnungskatze wird schnell langweilig.

Viele Samtpfoten finden Futterspiele reizvoll: Leckerchen, die sich in Papprollen, Futterbällen oder in sogenannten Fummelbrettern* verstecken, imitieren das Angeln nach der Beute vor dem Mauseloch. Doch jede Katze hat andere Vorlieben. Manche stehen mehr auf die schnellen Bewegungen einer Katzenangel* und fangen mit Begeisterung Federn oder kleine Spielzeuge, die am Ende einer Rute befestigt sind.

Tipp: Spielen Sie immer von Ihrem Haustier weg - denn, was auf die Katze zukommt, kann leicht als Bedrohung angesehen werden. So lösen Sie keinen Spiel- sondern einen Fluchtreflex aus.

Manche Katzen müssen spielen erst lernen

Kuschel- und Streicheleinheiten sind gut für die Katze-Mensch-Beziehung
Kuschel- und Streicheleinheiten – gut für die Katze-Mensch-Beziehung
© picture alliance / blickwinkel/L, L. Lenz

Verstecken, balancieren, klettern und springen: Ein Berg Zeitungspapier, ein Rascheltunnel* oder eine Kartonhöhle sind für die meisten Stubentiger eine Wonne. Egal ob selbstgemacht oder gekauft – finden Sie selbst heraus, womit Sie Ihre Mieze glücklich machen können. Doch nicht jede Katze lässt sich leicht animieren. Manche müssen erst spielen lernen. Daher sollte das Spiel mit Ihrer Samtpfote zum täglichen Ritual werden, denn es verstärkt neben den positiven Effekten für die Katze auch die Bindung zwischen Mensch und Tier. Versuchen Sie Ihr Tier zu animieren.

Bieten Sie Ihrer Katze – über den Tag verteilt - immer wieder kurze Spieleinheiten an. Katzen sind Lauer- und Anschleichjäger, daher kann es schon mal etwas länger dauern, bis sie aktiv werden. Nach dem Fressen oder während des Putzens ist die Samtpfote nicht so leicht von einer Spielrunde zu überzeugen. Möchte die Katze aber absolut nicht spielen, kann es sein, dass Sie ihr noch nicht das richtige Spielzeug angeboten haben.

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