Entzündung der Augenhaut

Gesundheitslexikon: Uveitis (Regenbogenhautentzündung)

Uveitis: Betroffene sehen meist verschwommen
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18. Dezember 2019 - 9:21 Uhr

Entzündung im Auge – die Uveitis

Eine Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut und kann mit einer Sehverschlechterung einhergehen. Wir informieren Sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist eine Uveitis?

Bei der Uveitis handelt es sich um eine Entzündung der inneren Haut des Auges. Die Erkrankung, die im Volksmund auch als Regenbogenhautentzündung bekannt ist, kann durch eine virale oder bakterielle Infektion erfolgen. Die mittlere der drei Hautschichten des menschlichen Augapfels ist die Uvea. Die Regenbogenhaut stellt einen Teil von ihr dar. Die Uveitis geht mit einer schmerzhaften Rötung des Augapfels einher. Grundsätzlich können Menschen jeder Altersgruppe daran erkranken. In der Regel ist bloß ein Auge betroffen. Es kann aber auch zu einer beidseitigen Uveitis kommen. Allein in Deutschland erkranken pro Jahr circa 100.000 Menschen an der temporären Entzündung.

Ursachen einer Uveitis

Häufig ist es schwierig, die genaue Ursache für die Regenbogenhautentzündung zu finden. Sie wird primär durch externe Erreger, zumeist Bakterien oder Viren, ausgelöst. Masern- oder Herpesviren beispielsweise können ins Auge gelangen und die Entzündung verursachen. Doch auch Pilze oder Parasiten sind in der Lage, das Krankheitsbild hervorzurufen. In vielen Fällen geht die Regenbogenhautentzündung mit anderen Erkrankungen einher. So können Gelenkentzündungen, Darmerkrankungen, Rheuma oder Schädigungen der Nieren die Uveitis begünstigen. Auch durch mangelnde Hygiene oder Unrat, der ins Auge gelangt, kann die Entzündung entstehen.

Symptome einer Uveitis

Die ersten Anzeichen für eine vorliegende Uveitis entwickeln sich meistens über einen längeren Zeitraum. Grundsätzlich gilt: Je weiter die Entzündung im vorderen Bereich liegt, desto schmerzhafter können die Symptome sein. Optisch offenbart sich die Regenbogenhautentzündung durch gerötete und tränende Augen. Helles Licht wird von vielen Betroffenen als äußerst unangenehm empfunden. Besteht die Entzündung schon länger, kann es auch zu einem verminderten Sehvermögen im betroffenen Auge kommen. Schatten, Blitze oder Flocken, die sich ins Sichtfeld einschleichen, sind ebenfalls möglich. Patienten, die an einer Uveitis im hinteren Bereich des Augapfels leiden, können einen nebligen Blick aufweisen.

Diagnose eine Regenbogenhautentzündung

Die Diagnosestellung für eine Uveitis kann in der Praxis des Augenarztes oder im stationären Rahmen getroffen werden. Grundsätzlich erfolgt zu Beginn eine Anamnese durch den zuständigen Arzt. Im Anschluss findet eine Untersuchung des Auges mit einer Spaltlampe statt. Hiermit kann der Arzt die Hornhaut, die Linse und den Glaskörper auf Veränderungen überprüfen. So können Ablagerungen und trübe Schlieren entdeckt werden. Zuvor wird die Pupille mithilfe spezieller Augentropfen erweitert. In selteneren Fällen werden Abstriche des Auges vorgenommen - sie können Aufschluss über eine bakterielle oder virale Infektion geben.

Behandlung/Therapie bei einer Uveitis

In erster Linie erfolgt die Behandlung einer Uveitis mit entzündungshemmenden Augentropfen und Salben. Diese werden lokal aufgetragen. Wenn es sich um eine bakteriell bedingte Regenbogenhautentzündung handelt, können antibiotikahaltige Augentropfen verschrieben werden. Auch kortisonhaltige Lösungen, die mithilfe einer feinen Spritze verabreicht werden, können eine sinnvolle Therapiemaßnahme darstellen. In der Schulmedizin sind (bislang) keine wirksamen Maßnahmen zur Vorbeugung einer Uveitis bekannt. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Ursachen für die Entzündung der Regenbogenhaut so vielfältig sind. Generell sollte jedoch auf die Einhaltung der gängigen Hygienemaßnahmen geachtet werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.