Gesundheitslexikon: Spreizfuß

29. November 2018 - 15:48 Uhr

Spreizfuß: Fußfehlstellung kann beschwerdefrei oder schmerzhaft sein

Der Spreizfuß ist eine Fußfehlstellung. Anders als bei Kleinkindern, welche auch an Spreizfüßen leiden können, haben ältere Patienten die Ursache oft selbst durch fehlerhaftes Verhalten verursacht. Hier erfahren Sie, wie Sie Spreizfüßen therapieren und vorbeugen können.

Was ist ein Spreizfuß?

Ganz allgemein beschreibt der Spreizfuß eine Deformation verschiedener Fußknochen. Der Fuß selbst wirkt, aufgrund gespreizter Mittelfußköpfe und daher ebenfalls gespreizten Knochenstrahlen des Mittelfußes, verbreitert. Dies betrifft hauptsächlich die Partie des Vorderfußes. Es handelt sich hierbei um eine häufige Fehlstellung des Fußes. Schmerzen und Symptome entstehen durch die ungewöhnliche Belastung, die vom natürlichen Fußaufbau nicht in dieser Form vorgesehenen ist. Das Körpergewicht wird im Normalfall größtenteils vom Außenbereich getragen. Beim gesenkten Spreizfuß berührt allerdings fast der gesamte Fuß den Boden.

Ursachen

Zumeist entwickeln sich Spreizfüße im Laufe des Lebens. Teilweise leiden Patienten erst ab der zweiten Lebenshälfte unter Schmerzen. Außerdem kann es vorkommen, dass die Krankheit erst dann erkannt wird, wenn die ersten Beschwerden eintreten. In diesen Fällen handelt es sich oft um Ursachen wie das Tragen hochhackiger und besonders enger Schuhe. Übergewicht und die damit einhergehende Belastung der Füße ist ebenfalls eine Ursache. Bei Kleinkindern sind sich Mediziner, was die Ursache angeht, nicht einig. Es kommen hauptsächlich erbliche Veranlagung oder ungünstige Umwelteinflüsse in Betracht.

Symptome

Die möglichen Symptome sind in der Regel abhängig von dem Ausmaß der Fehlstellung. Da sich das Krankheitsbild oft erst mit den Jahren entwickelt, kann der Patient lange Zeit beschwerdefrei leben oder lediglich geringe Schmerzen verspüren. Neben optischen Symptomen, nämlich sichtbar breiteren Füßen, können sich daraus folgende Fehlstellungen ergeben. So kommt es vor, dass sich der große Zeh nach außen verschiebt. Dies wirkt sich sichtlich auf die Form des Fußes aus. Schmerzen entstehen zumeist aufgrund der Überlastung der dafür nicht ausgelegten Fußbereiche, wie etwa dem Mittelfußknochen.

Diagnose

Sofern es tatsächlich zu auffälligen Symptomen oder Schmerzen kommt, ergibt sich die Diagnose bereits durch eine optische Betrachtung. Weist der Fuß eine unnatürliche Breite im vorderen Bereich auf, kann der Arzt feststellen, dass es sich um einen Spreizfuß handelt. Gleiches gilt, wenn der große Zeh nach außen absteht. Ist der Spreizfuß optisch nicht direkt erkennbar, zeigt aber passende Symptome wie Schmerzen beim längeren Gehen oder Stehen, bietet sich eine Röntgenuntersuchung an. Diese wird in der Regel stehend durchgeführt und lässt das gesamte Ausmaß erkennen.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Leichte Beschwerden, welche sich auf die Belastung des Spreizfußes zurückführen lassen, sind in der Regel durch Hochlegen und Entlastung der schmerzenden Bereiche zu beheben. Gele und Tabletten zur Schmerzlinderung sowie die Behandlung der Schmerzpartie mittels feuchter Umschläge sind ebenfalls möglich. Bei längerfristigen Beschwerden kommen stützende, entlastend wirkende Schuheinlagen in Betracht sowie die Stärkung der betroffenen Muskulatur (durch Gymnastik und Physiotherapie). Als letztes Mittel ist ein operativer Eingriff möglich. Vorbeugend kommt neben gutem Schuhwerk und der Vermeidung von Übergewicht auch einfaches Barfußlaufen in Betracht.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.