Gesundheitslexikon: Skalpell

29. November 2018 - 15:51 Uhr

Das Skalpell – das unentbehrliche Werkzeug bei Operationen

Das Skalpell ist ein perfekt gearbeitetes Werkzeug, mit dem der Operateur bei Operationen sehr gewissenhaft vorgehen kann. Es ist extrem scharf und darauf ausgelegt, möglichst keine weiteren Verletzungen zu verursachen.

Was ist ein Skalpell?

Das Skalpell ist ein chirurgisches Instrument. Es ist das Präzisionswerkzeug eines Arztes und gleicht einem dünnen, feinen Messer. Es besteht aus einem ergonomisch geformten Griff, an dessen Ende eine äußerst scharfe Klinge aufsitzt. Diese Klinge ist das Kernstück des Skalpells, denn mit ihr wird direkt am Patienten gearbeitet. Dabei kann die Klingenform variieren, je nachdem, wie das Messer eingesetzt werden soll. Sie kann sichelförmig, spatenförmig oder spitz geformt sein. Mithilfe des Skalpells ist es dem Mediziner möglich, einen exakten Schnitt auszuführen.

Wann kommt ein Skalpell zum Einsatz?

Das Werkzeug wird im Rahmen von Operationen eingesetzt, wenn es darum geht, eine bestimmte Stelle am Körper eines Patienten zu öffnen. Mit dem Skalpell ist es dem Arzt oder Chirurgen zunächst einmal möglich, die Hautschicht des Patienten zu durchtrennen. Je nach Ziel des Eingriffs wird das Skalpell ferner dazu genutzt, im Inneren des Erkrankten weitere Bereiche über schneidende Bewegungen zu erreichen oder abzutrennen. Der Einsatz eines Skalpells geht also immer mit einer gewissen – beabsichtigten beziehungsweise notwendigen – Verletzung des Gewebes einher.

Wie wird ein Skalpell geführt?

Die Schnittführung ist ein wesentliches Merkmal eines Eingriffs. Sollen Haut und Weichteile durchtrennt werden, geschieht dies nach Möglichkeit entlang von natürlichen Hautlinien. Dies bringt im Nachgang ein besseres optisches Ergebnis. Ist das nicht möglich, weil zum Beispiel ein Notfall vorliegt, setzt der Chirurg das Skalpell immer besonders nah an dem Bereich an, der anschließend behandelt werden soll. Die Haut wird generell mit einem geraden Schnitt geöffnet. Dann erfolgt die Durchtrennung von Muskeln und Faszien. Nerven und Gefäße werden möglichst ausgelassen.

Gibt es Alternativen zum Skalpell?

Selbst das schärfste Skalpell führt zu Blutungen. Diese behindern den Operateur, weil die Wunde ständig gesäubert werden muss, und führen zu einem weiteren Blutverlust beim Patienten. Deshalb ist es heute Standard, nach der Eröffnung des Patienten auf schonendere Werkzeuge zurückzugreifen. Beliebt sind vor allem Ultraschall-Skalpelle, Hochfrequenz-Diathermiegeräte und Laser-Messer. Sie produzieren bereits während des Schneidevorgangs eine hohe Temperatur, was zur Verödung der umliegenden Blutgefäße führt. Solche Geräte sorgen für ein insgesamt blutärmeres, feineres und präziseres Operationsergebnis.

Was gibt es beim Umgang mit einem Skalpell zu beachten?

Das Skalpell ist so scharf, dass es selbst beim routinierten Umgang mit dem Chirurgenmesser immer wieder zu nicht unerheblichen Verletzungen kommt. Vor allem die anschließende Reinigung stellt Fachkräfte wiederkehrend vor eine Herausforderung. Aufgrund der hohen Verletzungsrate ist es mittlerweile üblich, Einmal-Skalpelle zu verwenden. Im begründeten Fall benutzen Chirurgen auch Messer, bei denen nur die Klinge ausgewechselt werden muss. Dies kann dann von Vorteil sein, wenn eine umfangreichere Operation ansteht und die Klinge des Skalpells nach wenigen Schnitten bereits zu stumpf geworden ist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstbehandlung herangezogen werden!